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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Es ist in der That ein schönes Schiff!" erwiederte die Wyl-lys,doch möchte ich nicht behaupten, daß cs ein sichreres nndbequemeres märe, als das, in welchem wir nns befinden."

Welch' ein Ebenmaaß, welche Ordnung in den Tauen! undwie vvgelähnlich es auf dem Wasser scbmebt!"

Wenn Sie es'mit einer Ente verglichen hätten, so wäre dasBild durchaus der Schifffahrtskunst gemäß," sagte die Gouver-nante halb ernsthaft, halb lächelnd;Sie zeigen Anlagen, liebesKind, zur einstigen Frau eines Seemannes."

Gertraud erröthete ein wenig, nnd wie sie den Kopf nmwandte,um ihrer Gouvernante in demselben scherzhaften Tone zu antworten,begegnete ihr Auge dem auf sie gehefteten Blicke Wilders. Nunwuchs das sanfte Erröthen znm Hochroth und sie verstummte; dergroße Strohhut, den sie auf hatte, diente dazu, ihr Gesicht nnddie Verwirrung, die sich so deutlich darauf malte, zu verbergen.

Sie antworten ja nicht, Kind, als überlegten Sie ernsthaft,was kommen könnte," fuhr Mistreß Wyllys fort, deren nachden-kender, abwesender Blick jedoch hinlänglich bewies, daß sie kaumwußte, was sie gesprochen hatte.

Die See ist ein zu nnstätes Element für meinen Geschmack,"erwiederte Gertraud kalt.Sagen Sie mir doch, liebe Wyllys,ist das Schiff, dem wir nns nähern, ein königliches Schiff? essieht so kriegerisch ans, ja fast drohend."

Der Lootse hat es schon zweimal einen Sklavenhändler ge-nannt."

Ein Sklavenhändler! Wie trügerisch ist dann seine Schönheitund sein Ebenmaß! Nie will ich dem Scheine wieder trauen, daein so hübscher Gegenstand zu einem so abscheulichen Zwecke ge-braucht werden kann."

Ja wohl trügerisch!" rief Wilder mit einer eben so unwider-stehlichen als unwillkürlichen Bewegung laut ans.Ich wagees, zu behaupten, daß auf dem ganzen Ocean kein Schiff treibt,