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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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nicht auf jede sich darbietende Art anlegen wollten? Hab' mit Ehrenmehrere hübsche Kinder groß gezogen, und an mir soll's nicht lie-gen, wenn ich ihnen nicht auch noch 'was znrücklaffe, meinen gutenRuf gar nicht mitgcrechnet. Na, na, das Sprüchwort geht: einbehender Groschen ist so gut wie ein muffiger Thalcr; ich aberlobe mir den Mann, der nicht da steht »nd Manlafsen feil hat,wenn ein Freund seines guten Wortes, oder des Aufhebens seinesFingers bedarf. Sie wissen nun, wo Sie jederzeit einen solche»Mann finde» werden, wie unsere Staatsmänner zu sagen pflegen,wenn sic durch das Dicke und Dünne der Sache gegangen sind,sie mag nun gerecht oder ungerecht sein."

Sehr lobenswerthe Grundsätze, in der That! sie werden ge-wiß dazu beitragen, Euch früher oder später in d» Welt zu er-heben! Doch, Ihr vergesst meine eigentliche Frage zu beantwor-ten: wird unsere Fahrt von langer oder kurzer Dauer sein!"

Ei der Tausend, Herr Wilder! muß ein armer Gastwirth, wieich, dem Meister dieses stattlichen Schiffes erst sagen, woher derWind zuerst blasen wird? Da haben Sie den werthcn und ehren-haften Schiffer Nichols, der drunten i» seiner Staatskajütc liegt,der kann Euch mit dem Fahrzeuge anfangen, was er will; undwarum soll ich glauben, daß ein Herr, wie Sie, mit so gutenEmpfehlungen, nicht ebensoviel anszurichten vermag? Ich versehe^ mich keines Andern, als mit nächstem zu Horen, daß Sie 'was ganzApartes von einer Fahrt gemacht, und das gute Wort, das ich znIhren Gunsten gesprochen, vollkommen gerechtfertigt hätten."

Wilder verwünschte in seinem Herzen die vorsichtige Verschmitzt-heit des Spitzbuben, mit dem er unter den obwaltenden Umständennvthwendig im Bunde stand: denn er sah klar ein, daß Joramdurchaus entschlossen war, nicht mehr als das schlechthin Erfor-derliche von seinem Geheimniß zn verrathcn, und viel zn vielUmsicht beobachtete, um seinen eigenen Absichten zn entsprechen.Nach einem augenblicklichen Besinnen fuhr er hastig fort: