eine andere Bestimmung hat, und eine andere Absicht haben muß,als Auster n zu fangen oder Schlachtvieh nach de» Inseln zu bringe» ?"
„Ich bin ganz Eurer Meinung, »nd halte es für ein voll-kommen gutes, fest- und stcifgebantcs Schiff. Ihr scheint ihmaber ein faules Gewerbe znzntranen? Welches? Etwa fremdeWaaren cinznschwärzen?"
„Hm! ich sollte nicht glauben, das; man sich eines solchenSchiffes zum Schmuggel» bediene» würde, obfchon der Contre-bande-Handel ganz und gar kein unebener sein soll. Seht nur,was für eine schöne Batterie das Schiff hat, insofern man sie vonhier ans beurtheilen kann."
„Es kommt mir vor, als wollte sie sagen: Unsere Eigner sinddes Schiffs noch nicht überdrüssig, und wir wollen schon dafürsorgen, daß es nicht in die Hände der Franzosen falle."
„Wohl möglich! Kann sein, daß ich mich irre; aber wen»mich meine alten Augen nicht ganz trügen, so lese ich ans derStirn des Sklavenhändlers, daß, selbst wenn er gültige Papiereführt, und es mit seinen Kaperbriefen seine Richtigkeit hat, niebtAlles ans demselben ist, wie es sein sollte. Was meint Ihr da-zu, ehrlicher Joseph Joram?"
Wilder wendete sich mit Ungeduld um, und erblickte de» Wirth,der mit so leisen Schritte» eingetreten war, daß er, der seine ganzeAufmerksamkeit ans die Rede des Alten gerichtet hatte, wie sich'sder Leser wohl denken mag, nichts davon gewahr geworden. JoramsBestürzung über die Frage war weder Spiel noch Verstellung; dennschon hatte der Fragende sie in noch deutlicheren Worten wieder-hvlt, ehe der Wirth sich im Stande sah, sie zu beantworten.
„Ich frage Euch noch'mal, ehrlicher Joseph, ob Ihr den Skla-venhändler dort im äußern Hafen für ei» ehrliches Schiff haltet?"
„Bob, Ihr fallt Einem immer so plump mit der Thüre in'sHans," erwiederte der Wirth, die Augen in schiefer Richtung umsich werfend, als wolle er sich überzeugen, ob er auch alle seine