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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Zuhörer um sich sähe,mit Eure» verwünschten Fragen, mitEuren verdammten Vermuthnngen, so daß ich oft in der Klemmebin, und nicht weiß, wie ich meine fünf Sinne zufammennehmensoll, Euch eine vernünftige Antwort zu geben."

Ist es nicht possierlich," sagte der alte Mann bedächtig undruhig,den Wirth znm Unklaren Anker verdutzt und dnschig zu sehen?Ich frage Euch, ob Ihr nicht auch über das Sklavenschiff EureVermnthnng habt? ob Ihr nichts argwöhnet? Nichts? gar nichts?"

Ich, argwöhnen? Guter Gott im Himmel, bedenkt, MasterRobert, was Ihr sprecht. Ich möchte nicht, und gälte es dieKundschaft des Lord Groß-Admirals Sr. Majestät, daß in meinemHanse ein einziges ehrenrühriges Wort gegen den Ruf irgend einesmakellosen, rechtlichen Sklavenhändlers gesprochen würde. Gottwolle mich vor der Sünde bewahren, den Charakter irgend einesehrlichen Unterthans Sr. Majestät des Königs anzuschwärzen!"

Seht Ihr, würdiger, zartslnniger Joram, an dem Schiffedort draußen im Vorhafen nichts Unrichtiges?", wiederholte MasterRobert zum dritten Male, ohne ein Auge, ein Glied, eine Muskelzu verziehen.

Nun, da Ihr mir so nahe ans den Leib rückt, und durchauswissen wollt, was ich meine; da Ihr überdieß cin Kundmann seid,der baar bezahlt, so will ich es denn von mir geben, daß, wennsich etwas Unregelmäßiges, etwas Vernunftwidriges, etwas selbstUngesetzliches im Betragen des Gentleman zu erkennen gibt"

»Ihr segelt so nahe beim Winde weg, Freund Joram," un-terbrach der Seemann kalt,daß man sieht, Ihr möchtet es mitNiemanden verderbe». Ich bestehe also zum vierten Mal aufeine gerade, einfache Antwort: Habt Ihr an dem Schiffe etwasUnrichtiges bemerkt?"

Na, wenn's denn so sein muß, nichts, auf mein Gewisse»nichts," platzte der Wirth heraus wie ein Wallfisch, der ans demWasser hervorsteigt, um Athem zu schöpfen,nichts, so wahr ich

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