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Der alte Seemann schante dem Wirth starr in die Augen, undsagte mit Bedeutung:
„Hatte der .ehrliche Schneider sonst Niemand bestohlen, alsseine Ehehälfte, so würde keine große Diebssünde ans ihm haften;denn mit den Bommeln und Goldperlen, die er um den Hals trug,würde ich nicht 'mal das Fährgeld bezahlt haben. Alles Gold,was er bei und ans sich trug, könnte in meinem AugenwinkelPlatz finden, ohne mich im Geringsten am Sehen zu hindern.Weil es aber eine Schande und Sünde ist, die Thür einer ehr-lichen Taverne so zu belagern wie einen Hafen, ans dessen Schiffeman ein Embargo gtlegt, so habe ich, wie Ihr seht, das Weibsortgeschickt, nach ihren Bommeln zu sncbcn, und den ganzenHansen hinterdrein, seine Neugierde zu stillen."
Joseph Jvram starrte den Fremde» mit einem Paar Angen an,die ihm wie bezaubert im Kopfe standen. Angen, Zunge, Händeund Fuße bliebe» eine Minute lang unbeweglich. Endlich bracher in ein heftiges, mächtiges Gelächter ans, denn jetzt roch erLunte, merkte den Pfiff, der die Menge von seiner Thur nach demSchneiderhanse weggefegt, erkannte den schlauen Fuchs, breitetedie Arme nach ihm ans und sagte:
„Willkommen, ehrlicher Jan, ehrlicher Bob! Willkommen, alterKnabe, willkommen! Ans welcher Wolke seid Ihr geregnet? Wel-cher Wind hat Ench hergeweht? Woher des Wegs? Wie undwann seid Ihr in Newport eingelansen?"
„Zu viel Fragen ans einmal, um sie in offener Rhede zu be-antworten; und überhaupt ist's hier zu trocken für eine geheimeUnterredung. Quartirt mich in eine von Enern inneren Kajütenein; setzt mir ein Kanne Flip*) und ei» Stück gut Rhode-JslandRindfleisch in Enterweite hin — und dann so viel Fragen, alsEnch beliebt, und so viel Antworten, als sich mit meine» Kau-werkzeugen vertragen."
') Bier, Brmmtwein und Zucker.