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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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deutlicher auf Kosten der Dame Desideria, als das erste. Sieaber, nicht im geringsten dadurch aus der Fassung gebracht, undsowohl den groben Scherz des alten Seemanns, als den schallen-den Beifall der Umstehenden tapfer und als ein achtes Mannweibverschmähend, fuhr fort:

O, Ihr könnt nicht wissen, was und wie viel ich so langeJahre mit dem Manne ansgestanden habe. ... Sah er ans, wieEiner, der eben eine beleidigte, gekränkte Frau verlassen hat?"

Ich will eben nicht behaupten, das; er geradezu mir gesagthätte, in wiefern er seine Frau gekränkt und beleidigt, als er-ste vor Anker gelassen; so viel aber ist gewiß, wo er sie auch ge-'stauet haben mag, sein Weib, oder auch nicht sein Weib, vielSchiffsgut und Ladung hat er ihr nicht znrückgelassen. Der Mannhatte sich den Hals mit weiblichen Flitter» ansstasfirt, so daß ichglauben mußte, er trage um den Nacken lieber ihren Schmuck,als ihre Arme."

Was!" rief Desideria mit wildem Blick,hat er meine golde-nen Bommeln gestohlen? Was trug er von mir? Meine goldenenBommeln?"

Aecstt oder nnächt, will ich nicht schwören."

Der Bösewicht!" fuhr sie wstthcnd fort, wie Eine, die längerim Wasser geblieben, als ihr lieb war, »nd nach dieser unange-nehmen Unterbrechung wieder zu Athem kommt. Zugleich drängte^ sie sich mit aller Gewalt durch die Menge, um die Größe desRaubes und ihres Verlustes zu übersehen, und rief im Laufe»:Der Bösewicht! der Räuber! der Kirchenränber! Sein Weib be-stehlen, an deren Busen er geruht! Die Mutter seiner Kinder be-stehlen, und .... und . .. ."

Da höre mir Einer ganz was Neues!" sagte der Wirth zumUnklare» Anker.Hab' ich doch mein Lebtage nicht gehört, daßman de» guten Nachbar Homespun für einen Dieb gehalten; seinEnkelname war Hasenherz, weil er unter dem Pantoffel stand."