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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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er scheint es so aufrichtig zu meinen, daß ich mich nicht von ihmlosmachen kann. Zu welchem von den Beiden finden Sie sich,liebste Gertraud, am stärksten hingezogen? Wem glauben Sie ammeisten Ihr Vertrauen schenken zu können?"

Sie wissen, liebste Madame," crwiedertc Gertraud, einenwelkenden Strauß zerpflückend und ihre Angen fest darauf heftend,Sie wissen, meine Liebe, daß ich in dergleichen Dingen ganz»»erfahren bin; nur so viel kvmmt mir vor, der alte Mann hateinen anmaßenden, widerwärtigen Blick."

Also scheint Ihnen der Jüngere ehrlicher und glaubwürdiger?"

Nun ja; haben Sie mir nicht selbst gesagt, daß Sic ihnfür einen Gentleman halten?"

Ich sehe nicht ab, wie ihm ein höherer Stand zu größererBeglaubigung dienen kann. Wie Mancher hat diese Vorzüge er-halten, um sie zu mißbrauchen!.... Es thut mir leid, Sir," sichzu Wildern wendend,daß bei aller Veranlassung offenherziger zusein, Sie uns einigermaßen zwingen, Mißtrauen in Sie zu sehen,so daß wir Ihrem Rathe nicht folgen können, und bei unserm Ent-schluß verharren müssen, mit der Royal Carolina abzusegeln."

Ans dem Grunde meines Herzens, Madame, muß ich denEntschluß bedauern."

Es stände ja nur bei Ihnen, sich näher und deutlicher z»erklären."

Wilder schwieg, dachte nach, stritt mit sich selbst; ein paarMal schienen seine Lippen sich zu bewegen, sich zum Sprechenöffnen zu wollen. Frau Wyllys und Gertraud harrten mit ängst-licher Ungeduld auf seine Antwort; aber nach einer langen undzögernden Pause, im inner» Kampfe begriffen, täuschte er BeiderErwartung, indem er sagte:

Es thnt mir unendlich leid, mich nicht verständlicher machenzu können; die Schuld liegt lediglich an mir und an meinemUngeschick; ich kann nichts weiter thun, als nochmals betheuern,