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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
151
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Nicht sv ganz. Das Zeug war feiner, der Zuschnitt modi-scher als gewöhnlich. Ich habe Admirale gekannt, welche in denErholnngsstnnden eben so einhergingen. Seefahrer von Ranglieben die Tracht ihres gewählten Standes, und verschmähen dieläppischen Abzeichen."

Also sind Sie der Meinung, daß es ein Offizier war? viel-leicht in königlichen Diensten?"

Kann wohl sein, obschon der Umstand, daß gegenwärtig keinKreuzer im Hafen liegt, mit der Bermnthung nicht nbereinstimmt.Nicht aber diese Kleinigkeit ist es, die in mir das unaussprech-liche Interesse rege macht, das mich zu ihn: zieht. Nein, liebsteGertraud, es ist ganz etwas Anderes. Mein Verhängnis; hat esgewollt, daß ich in früheren Jahren viel unter Seeleuten gelebthabe, so daß ich selten einen Mann von dieser Klasse in demAlter und von dem geistreiche», männlichen Wesen sehe, wiediesen, ohne bedeutend aufgeregt zu werden. Doch ich macheIhnen Langweil; sprechen wir von etwas Anderem."

Nicht im Geringsten, liebste Madame," unterbrach Gertraud.Da Sie de» Fremden für einen Gentleman halten, so hat's nichts

zu sagen_so ist cs, dünkt mich, nicht sv unschicklich, wenn

wir von ihm reden. Ob er denn wirklich selbst glauben mag, was eruns glauben machen wollte, daß wir Gefahr liefen, wenn wir uns demSchiffe anvertranten, von dem man uns so viel Gutes gesagt hat?"

Möglich! Wenigstens war ein nnerklärbares Gemisch vonseltsamer, ich möchte fast sagen, wilder Ironie und inniger Theil-nahme in seinem Wese» bemerkbar! Ucbcrdieß lag in einem Theileseiner Rede baarer Unsinn; doch schien er ihn nicht ohne sichtbarernsthafte Absicht zu sprechen. Liebe Gertraud, Sie sind mit derScesprache nicht so vertrant, als ich; vielleicht wissen Sie nicht'mal, daß Ihre gute Tante, die eine sv große Bewunderin desedlen Seehandwerks ist, welches ihr in sv vieler Hinsicht thencrsein muß, bisweilen Ausdrücke gebraucht, die...."