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„Es mag wohl eine gute Zeit seit Eurer letzte» Fahrt ver-flossen sein, guter Alter," sagte Wilder.
„Fünf bis sechs Jahre seit der letzten; fünfzig seit der ersten,"war die Antwort.
„Also seht Ihr keinen Grund zur Besorgnis;?" fragte FrauWyllys wieder.
„So alt und abgenutzt ich bin, Madame, würde ich eine Anstel-lung auf dem Schiffe für eine Vergünstigung ansehen und annehme»."
„Noth sucht sich zu helfen," bemerkte Frau von Lacey mitleiser Stimme und bedeutendem Blick, der für die Beweggründe desalten Mannes nicht sonderlich schmeichelhaft war. „Ich halte es mitdem junge» Schiffer, der seine Meinung mit substantiellen, wis-senschaftlichen Gründen unterstützt."
Frau Wyllys hielt mit Fragen ein, so lange sie glaubte, derDame hierin ans Gefälligkeit willfahren zu müssen. Nach dieserPanse wendete sic sich zu Wilder und setzte die Unterredung fort.
„Wie erklären Sie sich aber, Sir, diese Verschiedenheit derMeinungen zwiscben zwei Männern vom Fach, denen jedem manein kompetentes Urtheil zuschrciben kann?"
„Ich sollte denken," versetzte der junge Mann lächelnd, „wirhaben ei» Sprichwort, das sich hier anwenden ließe. Sollte «ber-auch nicht etwas darauf gegeben werden, daß sich der Schiffbauvervollkommnet hat? Sollte nichtRncksichtdaranfgenommen werden,ans welcher Gattung von Schiffen Jeder von uns gedient hat?"
„Beides sehr wahr," sagte Frau Wyllys. „Aber mich dünkt,i» einem so alten Gewerbe kann ein halbes Dutzend Jahre keinengroßen Unterschied machen."
„Ich bitte sehr um Verzeihung, Madame. Für Schiffsahrerist eine beständige Ucbung durchaus nothwendig. Und ich mochtewohl behaupten, daß jene würdige alte Theerjacke nicht mit derWeise bekannt ist, wie ein Schiff mit vollen Segeln ,die Wellenmit seinem Hackebord zertheilff."