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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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um zu erfahre», was es am morgende» Tage für Wetter sei»wird. Uns genügt es, daß der Befehl zum Abscgeln am Bord ist,und der Kapitän von seiner Lady Abschied genommen hat."

Die nämlichen Worte meines armen beweinten Admirals!"rief die alte Dame ans, mit inniger Freude über die Gelegenheit,von ihrem Steckenpferde herab mit einem alten See-Invaliden wei-ter sprechen zu können,also seid Ihr der Meinung, mein ehr-licher Freund, daß wenn ein Schiff segelfertig ist, cs in Seegehen muß, sei daS Wetter wie es wolle?"

Hier kommt ein zweiter Seeknndiger, wie gerufen!" unter-brach Gertraud, welche so eben ihrerseits den jungen Wilder be-merkt hatte. Sie sprach die Worte mit einigem Ungestüm, dennihr war daran gelegen, ihre Tante zu verhindern, im Streite überWind und Wetter, der sich vorhin zwischen ihr und Frau Wyllysangesponnen hatte und mit der Abreise in Verbindung stand, mitBeistand des alten Mannes einen entscheidenden dogmatischen Aus-spruch zu thnn. Darum setzte sie hinzu:Lassen Sie JenenSchiedsmann sein."

Gertraud hat recht," sagte Frau Wyllys.Bitte, Sir, washalten Sic vom Wetter? Ist es rathsam, heute abznfahren, oder nicht?"

Ungern wendete der junge Seefahrer den Blick von der er-röthenden Gertraud, welche, als sie ihn zuerst gewahrte, schnellnäher gerückt war, um sich zu überzeugen, ob's auch ein Seemannsei, jetzt verschämt sich in die Mitte des Sommerhänschens znrück-zog, wie Eine, die sich ihre Dreistigkeit vorwirft. Er richtetenun seine Angen ans die Fragende, und heftete sie dabei so langeund so unverwandt auf sie, daß Frau Wyllys, in der Meinung,was sie gesagt, sei nicht deutlich genug gewesen oder nicht rechtverstanden worden, die Frage wiederholte.

Dem Wetter ist nicht zu trauen, Madame," war die späterfolgende Antwort.Man müßte nur wenig Kenntniß von derSeefahrt haben, um daran zu zweifeln."