Speisezimmer der Offiziere zweiten Ranges, aber wie man esnach Schiffsgebrauch zn nennen pflegt, der großen untern Schan-zen-Kajiite, in Verbindung. Ans beiden Seiten lagen die soge-nannten Staats-Kajüten, ein imposanter Name für die Schlaf-kammern Derer, denen die Ehre zn Theil wird, die Schanze zubetreten. Weiter vorwärts, und an die große Kajüte anstoßend, lagdas Zimmer für die untersten Offiziere, und diesem gerade gegen-über war die kleine Wohnung des langen Generals, welche eineArt von Scheidewand zwischen der gemeinen Mannschaft und ihrenVorgesetzten ausmachtc.
Diese Einrichtung der verschiedenen Abteilungen wich nurvon derjenigen ab, welche ans Kriegsschiffen von der Große undDimension des hier beschriebenen stattfand; nur war es demscharfen Blick Wilders nicht entgangen, daß die Querwand, welchedie Kajüten und Offizierzimmer von der übrigen Mannschafttrcnnte,weit stärker und fester gebaut war, als gewöhnlich, und daß einekleine Haubitze bereit stand, ein Wort mit zn sprechen, wenn, wiesich ein Arzt ausdrücken würde, sich eine kleine innerliche Unord-nung einstellen sollte. Die Thüren waren ebenfalls von unge-wöhnlicher Dicke, und die Mittel, sic zn verrammen, glichen mehrder Vorkehrung zn einer Belagerung, als den gewöhnlichen Maß-regeln gegen Zimmereinbrnch. — Musketen, Doppelhakcn, Pisto-len, Säbel, Halbpiken n. s. w. waren an Deckbalken und Sckeer-schocke» befestigt, und dienten nur scheinbar zur Verzierung derSchanze, denn ihre Anzahl war so bedeutend, daß man es beimersten Blick weg hatte, sie seien znm Gebrauch, keineswegs zurAusschmückung da. Dem Auge des Seemanns verrieth die ganzeEinrichtung einen Zustand der Dinge, wobei es von Seiten derOberen abgesehen war, sich gegen die Versuche von Insubordina-tion und Gewalt sicher zu stellen, mit dem Uebergewicht ihres An-sehens jedes Vertheidigungsmittel zu verbinden, und durch Wach-samkeit und Vorsichtsmaßregeln dasjenige zu ersehen, was ihnen,