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an die Feder, nahm eine Handroll Gold ans der Lade, hielt sieHomespun hin und sagte:
„Wollt Ihr Handgeld nehmen und mir Treue schwören, so istdas Gold Euer."
„Der Herr führe mich nicht in Versuchung, sondern erlöse michvom Bösen!" schrie der erschrockene Schneider, und sprach dannweiter: „Heldenmüthiger Rover, ich habe Furcht vor dem Gesetze.Sollte Böses über Euch kommen, in der Gestalt eines königlichenKreuzers, oder ein Sturm Euch ans den Strand jagen, so dürfteich Gefahr laufen, mit Eurer Mannschaft einerlei Schicksal zuhaben. Es würde leicht heißen: mitgefangen, mitgeh .... Die klei-ne» Dienste, die ich Euch ans Zwang geleistet hätte, würde manwahrscheinlich übersehen;.... dagegen, großmüthiger, würdiger,vorrrefflicher Commandenr, darf ich wohl hoffen, daß Ihr sie nichtergeffe» werdet, so oft sich Gelegenheit zeigen wird, Euren recht-schaffenen Erwerb mit mir zn theilen?"
„Das nenn' ich mir, was man bei Schneidern den Abfallnennt, oder ein Mäntelchen umhängen. Die Katze läßt vom Mau-sen nicht, der Schneider nicht vom Stehlen," murmelte der Roverfür sich, drehte sich um den Haken und klopfte an den Gong miteiner Gemalt, daß der Schall durch jede Ritze des Schiffes drang.Vier bis fünf Köpfe zeigten sich durch ebensoviel Oeffnnngen; eswurde gefragt, was der Kapitän befehle?
„Bringt ihn in seine Hängematte!" war die schnelle Antwort.
Der gute Homespun, der ans Furcht oder Verstellung außerStande schien, sich zu rühren, wurde von rüstigen Armen in dieHöhe gehoben, um in die Schanze transportirt zu werden.
Schon waren sie mit ihm halb zur Thüre hinaus, als er rief:„Halt! ich habe noch ein Wort zu sagen. Achtbarer, loyaler Re-bell, ich nehme zwar eigentlich keine Dienste bei Euch, indessenweise ich sie keineswegs ans eine unziemende, beleidigende Weisevon mir. Ich widerstehe nur einer gefährlichen Versuchung, undDer rothc Seeräuber. . 8