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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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bei dem Allen ist sie meine eheliche, gesetzliche Hälfte und dieMutter meiner zahlreichen Kinder."

Sie svll keinen Mangel leiden. Mein Schiff ist überhauptein Asyl für unglückliche Ehemänner. Ihr Alle, denen es an Herzund Kraft gebricht, zu Hause das Kommando zu führen, kommtin mein Schiff, als zu einem Zufluchtsorte! Du wirst der Sie-bente sein, der seine verlorene Hausruhe in diesem Heiligthumewieder gefunden. Die andern Sechse sind glücklich; ihre Fa-milien sind durch Mittel geborgen, die mir am besten bekanntsind. Beide Theile sind zufrieden, und dieß ist nicht die kleinstemeiner wohlthätigen Handlungen."

O wie preiswürdig und gerecht, hochverehrter Herr Kapitän!Ich hoffe, meine Desideria und ihre'Kindlein sollen nicht vergessenwerden. Der Arbeiter ist seines Lohnes werth; und sollte es sichereignen, daß ich in Euren Diensten abmagern, wie soll ichsagen? in Zwang und Noth mich placken und arbeiten muß,so hoffe ich, edelster Sir, Eure Freigebigkeit wird dafür Weibund Kinder mästen und fett machen."

Ihr habt mein Wort; es soll ihnen an nichts fehlen."

Vielleicht, allverehrtester Herr, ließe sich von diesem Goldbergeetwas zu einem Vorschuß für mein geängstetes Weib trennen, damitsie sich nicht zu sehr über meinen Verlust gräme und ihn destoleichter ertrüge. Ich bin so ziemlich mit dem Temperament meinerxDesideria vertrant, und weiß sicherlich, daß, so lange sie sich mitdem Gedanken an Mangel und Noth quälen wird, kein AugenblickRuhe in ganz Newport zu erwarten ist. Nun aber, da der Himmelso gnädig ist, mir etwas Ruhe zu gönnen, so ist ja der Wunsch,daß sie von Dauer sein möge, gewiß keine Sünde."

Obschon der Rover keinen Grund hatte, wie sein Gefangener,zu fürchten, daß die Stimme der Frau Desideria den Frieden unddie Harmonie des Schiffes stören möchte, so war er doch geradeeinmal in dieser Stunde zur Gefälligkeit gestimmt, drückte wieder