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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Mein Leben ist eine Folge von schweren Leiden und harten Prü-fungen. Fünf blutige, grausame Kriege. . .

Genug. Ihr habt's gehört. Das Glück fängt an Eneü znlächeln. Kleider sind Leuten unseres Gewerbes eben so nöthig alsdem Pfarrherrn Eurer Stadt. Ihr sollt ohne baare Bezahlungkeine Naht bügeln. Seht!" setzte der Rover hinzu, ans die Federeines geheime» Schiebfachs drückend, welches anfsprang und einengroßen, gemischten Haufen Goldes von fast allen Geprägen derChristenheit zeigte,wir sind im Stande, treue Dienste zn bezahlen."

Dieser Anblick des glänzenden Gvldberges, der bei weitemAlles überstieg, nicht mir was dem Schneider bisher von Schätzenvorerzählt worden, sondern was sich seine eigene Einbildungskraftnur denken konnte, verfehlte' seine Wirkung auf die Sinne undEmpfindungen des guten Mannes nicht. Seine Augen wühltenin dem Goldklumpen, so lange es dem Rover gefiel, ihm denSchmaus zu gönnen; als dieser aber ihn bald nachber seinenBlicken entzog, fragte er de» beneideten Besitzer so großer Reich-thümer mit einem Tone, der in eben dem Grade vertraulichernnd zuversichtlicher wurde, als sein Inneres durch die Entdeckungdieser Goldgrube sich gestärkt nnd ermuthigt fühlte:

Und was habe ich zu th»n, mächtiger Seeherr, um an diesemPeru einen kleinen Antheil z» bekommen?"

Was Eures Gleichen täglich zn Lande thnn znschnciden,nähen, bügeln, Kleider machen. Vielleicht werdet Ihr auch beimir Gelegenheit finden, von Zeit z» Heit an MaskenanzügenEuer Talent zn versuchen."

Masken und Larven sind gcsetz- und rcligionswidrige Erfin-dungen des leidigen Satans, die Menschen zn Sünden und welt-lichen Greueln zu verleite». Aber, würdigster Seeheld, da istnoch meine trostlose bald hätte ich gesagt, Wittwe meineDesideria; das gute Weib ist zwar weit in Jahren vorgerücktund eine Widerbellerin, eine Zunge, wie's keine gibt; aber doch