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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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lina absegeln sollte. Während das Boot vorüberschwamm, be-trachtete Wilder mit Seemanns-Angen das Schiff beim schwachenSternenlicht. Kein Theil des Rnmpfs, die Spieren, die Take-lage, nichts entging seiner Untersuchung; und als sie sich entfern-ten, und Alles in einander floss und wie eine dunkle Masse hin-ter ihnen lag, da lehnte sich der junge Mann mit dem Kopfeauf den Bootsrand, und fiel in ein langes und tiefes Nachdenken.Fid fand sich nicht berufen, ihn in seinen Betrachtungen zu stö-ren. Er hielt sie für eine natürliche Folge der Ansicht desSchiffs, für eine Sitte des Seemanns, kein Segel unbeachtetvorüber zu lassen, und somit für eine Art heiliger Beschäftigung. Scipio schwieg ebenfalls, weil er überhaupt gern schwieg. Sovergingen mehrere Minuten. Wilder war der Erste, der die Stillebrach, und, sich plötzlich fassend und besinnend, die paar Wortehervorstieß:

Ein großes, festes-Schiff; ein Schiff, das eine lange Jagdmachen könnte!"

Ja, und im Stande wäre, beim Bortheil des Windes, undmit vollen Segeln, einem königlichen Kreuzer bis znm Enternnahe zu kommen; aber eingeklemmt wie cs ist, wäre ich der Mann,mich mit der naseweisen Hebe an seine Windseite zu_"

Burschen!" unterbrach Wilder,es ist Zeit, daß ich euchzum Theil von meinen Bewegungen unterrichte. Wir sind seitzwanzig Jahren nnd drüber, Schiffsgenoffen ich möchte sagenSchiffskameraden gewesen. Ich war nicht viel besser als einKind, als du, Fid, mich znm Patron deines Schiffes brachtest,nnd nicht nur der Retter meines Lebens, sondern auch das Werk-zeug warst, Las mich in der Folge vielleicht znm Offizier erhebenwird!"

Sprecht doch nicht davon, Master Harry: Ihr wart ja baldgeborgen nnd machtet nicht viel Umstände. Eine kleine Hängemattewar Euch eben so viel werth, als des Kapitäns Kajüte."