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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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»Dieß ist hier ein gefährlicher Grund/' sagte er, nachdem ersein Lachen eben so plötzlich eingestellt, als er es sich erlaubthatte,ein gefährlicher Grund, eine Sandbank für Alle, nur nichtfür die Wittwe eines Seemanns. Was für ein leckerer Bissen,was für ein heiteres, liebenswürdiges Geschöpf ist aber jene Jün-gere, die keine Liebhaberin von Mühlen ist! Es scheint, sie ist dieNichte der alten seeknndigen Dame."

Jetzt hörte auch der junge Seemann zu lachen auf, weil esihm unangenehm anffiel, wie unschicklich es sei, eine so nahe Ver-wandte der schönen Erscheinung, die er so eben gehabt, zum Ge-genstand des Spottes zu machen. Er mochte sich insgeheim denken,was er wollte, genug, er begnügte sich mit der kurzen Antwort:

Sie hat es ja selbst gesagt."

Sagt mir, Freund," fuhr Jener fort, dem Seemann näherrückend, wie Einer, der ein wichtiges Geheimniß in eine Frageeinkleidet,kommt cs Euch nicht vor, als liege etwas Merkwür-diges, Inniges, Außerordentliches, Herzrührendes in der Stimmeder Fra», die sie Wyllys nannten?"

Habt Ihr eS auch bemerkt?"

Sie klang in meinen Ohren, wie die Töne eines Orakel-spruches, wie das Gelispel der Phantasie, wie die Worte der Wahr-heit selbst. Es war eine seltene, überredende Stimme."

Ich gestehe ebenfalls, daß sie einen tiefen Eindruck auf michgemacht, und mich angespröchen hat, ich kann nicht erklären, wie."

Es steckt eine Art von Zauber dahinter!" sagte der Rechts-gelehrtc, im kleinen Raum auf und ab schreitend. .Jede Spur vonHumor und Ironie war von ihm gewichen, oder hatte sich in einenBlick tiefen und sorgsamen Nachsinnens verwandelt. Sein Gefährteschien wenig gestimmt, ihn und seine Betrachtungen zu stören. Erstand gegen die nackte Wand gelehnt, und überließ sich ebenfallsseinen Gedanken. Endlich schüttelte der Erste mit jener Raschheit,die in seinem Wesen lag, die ungewohnte Last ab, stellte sich an

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