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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Ich bin bereit, vor dem Lord Großkanzler die eidliche Aus-sage z» machen, daß dieses hier nie eine Mühle gewesen!"

Ei, ei! Ihr habt ja Enre Meinung schnell geändert!"

O ich bin zur Ueberzeugung gekommen, so wahr ich hoffe,einst Richter zu werden. Der Prozeß ist von einem unwiderstehli-chen Sachwalter geführt und mir sind die Angen geöffnet worden."

Und doch sind Natten im Thurme."

Landratten oder Wasserratten?" fragte schnell der Grüne,auf seinen Gefährten einen von den suchenden, eindringcnden Blickenheftend, die seinem forschenden Auge so sehr zu Gebote standen.

Von beiden Gattungen, wie mich dünkt," war die trockene,stechende Antwort;wenigstens von der ersten, oder das Gerüchtmüßte den Herren im langen Talar sehr unrecht thnn."

Der Anwalt lachte, und schien ganz und gar nicht empfindlichüber den Stich, der seinen gelehrten und hochachtbaren Kollegenversetzt worden war.

Ihr Herren vom Ocean habt einen so vcrchrlichen und kurz-weiligen Freimuth an euch," sagte er,daß ich zu Gott versichere,ihr seid unwiderstehlich. Ich muß überhaupt enre Secsprache be-wundern. Sie ist so edel, und bisweilen so geschickt und gewähltin ihren Ausdrücken und Redensarten. ,Kann cs wohl ein herr-licheres Schauspiel geben, als ein stattliches Schiff, die Wellen mitseinem Hackebord zertheilend und mit seinem Schafte jagend, wieein Roß im Wettlauff."

Und den Hinterfuß einsehend, daß es einen Streifen gibt,wie eine Fenerbacke, rc. rc. rc."

Beide fanden eine solche Ergvtzlichkeit an den Bildern undGleichnissen der würdigen Relicte des tapfer» Admirals, daß siezugleich in ein unmäßiges, weitschallendes Gelächter ausbrachen, sodaß der Thurm, wie in denZeiten seines besten Windes, erklang. DerAnwalt war der erste, der über sich Herr wurde, denn die Lustigkeitdes jungen Seemanns war leichterer Art und mehr ausgelassen.