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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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worden, bis sich der günstige Wind zum Absegeln eingefunden.Keiner von unserem Geschlecht sind die Gefahren des Oceans sobekannt, als mir, die so eng mit Offizieren von hohem Rang undDiensten verbunden gewesen: keine von ihnen kann einen so vollenBegriff und Genuß von der wirklichen Größe des edelsten Berufsans Erden haben. Kann es wohl ein schöneres Schauspiel geben,als das eines stattlichen Schiffs, dessen Hackebord die Wellen durch-schneidet, dessen Schaft das spurlose Wasser furchet, wie ein Ren-ner, der im schnellsten Laus in seine eigenen Fußstapfen tritt?"

Die Antwort der Frau Wyllys entging den lauschenden Ohrender beiden Thurmbewohner. Gertraud hatte sich mit den Anderenauf den Weg gemacht; aber in einiger Entfernung von ihrer liebenRuine blieb sie stehen, um von den gebröckelten Mauern einen zärt-lichen Abschied zu nehmen. Die Panse hielt über eine Minute an.Dann aber sprach sie zu dem schmelzfarbenen Mädchen, das ihrden Arm gab:Cassandra, dort in den Stcinklumpen ist Etwas...was mich wünschen ließe, es wäre mehr als eine Mühle."

Ratten sind's," antwortete die Negerin,nichts weiter alsRatten; habt Jhr's nicht gehört? Mistreß Wallys hat's gesagt."

Gertraud drehte sich zu ihr, lachte, klopfte ihr die schwarzenBacken mit Fingern, welche wie Schnee darauf ließen, zur Strafewie es schien, weil Jene wünschte, ihr die süße Täuschung zurauben, der sie sich so gern überließ; und nun sprang sie mit einpaar Sätzen den Hügel hinab, der Tante und Erzieherin nach,wie eine junge, rasche, fröhliche Atalante.

Die beiden Männer, welche der Zufall so sonderbar im Thurmznsammengebracht hatte, standen jeder vor seinem Fensterloch, undsahen dem lieblichen Mädchen nach, so lange noch der schwächsteSchimmer ihres weißen Gewandes zu erblicken war. Alsdann kehr-ten sie sich um, standen da, sahen einander an, und suchten wech-selseitig Einer in des Andern Augen den Ausdruck seiner Gedan-ken zu lesen. Endlich rief der Anwalt aus:

Der rothe Seeräuber.

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