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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Thier, welches auf dem Lande daherfliegt und den Hinterfuß indie Stapfen des Vorderfußes einfetzt! Ich weiß nicht, liebste Wyl-lys, ob ich mich Ihnen verständlich mache, so viel aber ist gewiß,meinem geschärften, unterrichteten Auge stellt sich zugleich mitdieser reizenden Beschreibung ein Bild dar, welches Alles, wasgroß und schon ist, weit hinter sich läßt."

Das heimliche Lächeln, welches sich in den Mundwinkeln derGouvernante zu zeigen anfing, weil sie sich nicht des Gedankenserwehren konnte, der selige Admiral sei ein Scbalk gewesen, derdie Frau Admiralin oft zum Besten gehabt, wurde sic vielleichtverrathen haben, wenn sich nicht von oben herab ein Geräusch hätteHoren lassen, das dem Rnscheln des Windes in Blättern glich, aberim Grunde nichts weiter war, als ein unterdrücktes Gelächter. Nochschwebten die Worte: ,O wie allerliebst!' ans den Lippen der jungenGetraud, welche das so eben entworfene Gemälde der Tante be-wunderte, ohne sich in die Kleinigkeitskrämerei der Wortkritik ein-zulaffen, als auf einmal ihre Stimme stockte und ihre Stellungeinem Standbilde glich. Nach einigen Sekunden fragte sie:

Haben Sie Nichts gehört?"

Die Ratten treiben noch immer ihr Wesen in der Mühle!"war die ruhige Antwort der Frau Wyllys.

In der Mühle? Liebste Wyllys, bleiben Sie noch immerdabei, diese pittoreske Ruine eine Mühle zu schelten?"

So sehr das Gebäude dadurch in achtzehnjährigen Augenverlieren mag, so kann ich es nicht anders nennen als eineMühle."

Das liebenswürdige Mädchen lachte, aber ihr feuriger Blickzeigte zugleich den Ernst, mit welchem sie ihre Lieblingsmeinnngverfocht:Gibt es denn der Ruinen so viel hier zu Lande, daßSie sich kein Gewissen daraus machen, den wenigen, in derenBesitz wir sind, Namen und Werth zu rauben?"

^Desto besser! Je weniger Ruinen, um so glücklicher das Land i