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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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Es ist nicht so leicht, wie du wohl glauben magst, mein Kind,sich großer Landbesitzungen zu entäußern," erwiederte Frau vonLacey.So sehr ich auch wünsche» mag, daß sich dein Plan ver-wirklichen lasse, so habe ich doch nie meinem Bruder darum an-gelegen. Ueberdieß weiß.ich nicht, ob, wenn die Familie eine Ab-änderung treffen wollte, sie nicht ganz und gar nach Hause gehenwürde. Es ist jetzt über ein Jahrhundert, Mistreß Wyllys, daßdie Graysons in die Kolonien gekommen sind, weil zwischen ihnenund der Regierung in England Etwas vorgefallen war. Mein Ur-Großvater, Sir Everard, war mit seinem zweiten Sohne unzufrie-den, und die Spannung brachte meinen Großvater nach der ProvinzCarolina. Doch, da der Bruch seit langer Zeit geheilt ist, so habeich oft gedacht, ob mein Bruder nicht wieder in die Hallen unsererVäter zurückkehren möchte. Doch wird viel darauf ankommen, wiewir unser Besitzthum diesseits des Meeres nnterbriugen werden."

Hier schloß die gutmüthige, aber etwas redselige und mit sichzufriedene Dame zugleich ihre Rede und ihren Mund, und sah sichmit einem forschenden Blicke nach ihrer jungen Nichte um, welcherder Schluß ihrer Rede vollkommen entgangen war. Gertraud hatte,wie gewöhnlich, wenn Frau von Lacey die Gouvernante mit Fa-miliennachrichtcn zu unterhalten geruhte, de» Kopf gewendet, unddie von Gesundheit, vielleicht auch dießmal von einer kleinenScham brennenden Wangen dem kühlenden Abendwinde hingehal-ten. Aber sobald ihre Tante zu reden aufgehört hatte, schloß siesich von Neuem schnell den Beiden an, und auf ein Schiff zeigend,dessen Masten da es im innern Hafen lag über die Stadt-dächer vorragten, rief sie, in der Absicht, der Unterredung irgendeine andere Wendung zu geben:

Und in jenem finstern Kerker sollen wir, liebste Wyllys, denganzen nächsten Monat zubriugeu?"

Ich will hoffen, Ihre Abneigung gegen die See hat beiIhnen das Zeitmaaß verlängert," entgegnete sanft die Erzieherin;