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dich noch einmal zn mir zn schicken, ehe wir uns auf immertrennen."
Die Anrede war, wie gesagt, an das jüngste Frauenzimmergerichtet, und wurde, wie zn vcrmuthen war, eben so zärtlich undaufrichtig ausgenommen als gehalten. Die junge Person schlugdie Angen ans, worin Thränen glänzten, welche sie vergeblich zuunterdrücken bemüht war, und antwortete mit einer Stimme,deren Töne in den Ohren der beiden Lauscher melodisch wie Si-rencnmusik klangen.
„Liebste Tante, es ist unnöthig, mich an ein Versprechen zuerinnern, woran mich mein eigener Vortheil so dringend mahnt. Ichhoffe Sie sogar öfter zn besuchen, als Ihnen vielleicht lieb ist; undwenn mein Vater nicht nächstes Frühjahr mit mir herüberkommt,so wird es gewiß nicht an meinen inständigen Bitten liegen."
„Unsre gute Frau Wyllys wird uns beistehen," erwiederte dieTante, sich gegen das ältere Frauenzimmer mit einem Gesicht vollFreundlichkeit und Anstand neigend, welches den eingeführtcn Formender damaligen Zeit, wenn ein Oberer einen Untergebenen anredete,eigen und angemessen war. „Sie ist durch ihre treuen Dienste völligzu dem Einfluß berechtigt, den sie über den General Grayson übt."
„O sie ist zn Allem berechtigt, was Liebe und Herz gebenkann!" rief die Nichte mit einer Hast und einem Ernste, welcherdazu dienen sollte, die zn förmliche Höflichkeit der Tante durchdie Wärme ihrer eigenen Ausdrücke zu heben. „Mein Vater wirdihr schwerlich Etwas versagen!"
„Sind wir auch gewiß, daß Mistreß Wyllys sich zn uns schlägt?"fragte die Tante, ohne sich durch die lebhafteren Gefühle der Nichtevon ihrem angenommenen Gange ablciten zu lassen. „Mit einemso mächtigen Alliirten wird unser Bund unüberwindlich sein!"
„Ich bin so ganz der Meinung, daß die gesunde Luft dieserheilbringenden Insel meinem jungen Fräulein zuträglich ist, Ma-dame, daß, wenn auch keine andere Gründe in Betracht kommen