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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
57
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Dieser verstand und befolgte das Zeichen, und bald vernahmenBeide, was der Leser mit ihnen vernehmen wird.

Zuerst ließen sich in kleiner Entfernung weibliche Silberstim-men Horen. So wie die Redenden naher kamen, stiegen die Lautevon unten den Thurm gerade hinauf zu den Ohren der Beiden,welche sich, alles Geräusch vermeidend, ein Plätzchen aufsnchten,wo sie, selbst ungesehen, sehen und hören, und wir sagen esungern, weil es der guten Erziehung zweier Hauptpersonen inunserer Geschichte nicht eben zur Ehre gereicht horchen undsich am Horchen belustigen konnten.

Viertes Kapitel.

Sie narren mich. daß mir die Geduld beinah' reißt.

Hamlet. Act III. Sc. 2.

Die Gesellschaft unten bestand ans vier Personen, lauterFrauenzimmer. Die Eine war eine Lady im sinkenden Alter; dieAndere über die Mitte der Jahre hinaus; die Dritte ans derSclnvclle der Thür, welche man ,Leben' nennt, insofern sie derUebergang zu den gesellschaftlichen Verhältnissen der Welt ist; dieVierte war eine Negerin, welche einige fünfundzwanzig Jahres-wechsel gesehen haben mochte. Sie schloß sich den klebrigen zwarin einem untergeordneten Verhältnisse an, denn Zeit und Umständehatten sie in die dienende Klaffe gebracht; allein sie genoß Ver-trauen und Achtung von Seiten der Herrschaft.

Die ersten verständlichen Worte der alten Lady an die jungewaren folgende:

»Und nun, liebstes Kind, da ich dir die Weisung gegeben habe,welche die Umstände und dein eigenes vortreffliches Herz nvthiggemacht, will ich dieses unfreundliche Geschäft mit einem ange-nehmeren vertauschen. Du wirst deinen Vater von der Fortdauermeiner Zuneigung versichern und ihn an sein Versprechen erinnern,