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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
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Ihr jungen Schiffsbnrschen steht im Rufe, zuweilen in eurenLaunen wild umher zu schweifen. Wie manches zärtliche Herzhabt ihr in schattigen Lauben über enren Flattersinn seufzen undbrechen lassen, während ihr das salzige Wasser des Oceans dnrch-pflngtet.... ist das nicht der Ausdruck, durchpflügen?"

Nachdenkend, dabei aber sichtbar empfindlich über die Art vonKatechismus-Examen, erwiederte der junge Mann:Nur Wenigehaben über mich geseufzt.... Doch laßt uns die Untersuchungdes alten Thnrmes fortsetzen. Was dünkt Euch seine Bestimmunggewesen zu sein?"

»Wozu er jetzt dient, ist deutlich; wozu er früher gedient hat,ist auch nicht schwer zu errathen. Gegenwärtig schließt er, wiewir sehen, zwei leichte Herzen ein, und, wo ich nicht irre, zugleichzwei leichte Köpfe, die nicht schwer an Weisheit geladen haben.Früherhin waren dieses hier Kornböden und die Bewohner kleineThierchen, eben so leichtfüßig, als wir leichtfinnig an Kopf undHerz; mit einem Wort und auf gnt Englisch: es war eine Mühle."

Andere wollen behaupten, es sei eine Beste gewesen."

Hm! zur Nothdnrft hätte man den Ort dazu gebrauchenkönnen," versetzte der Grüne, ihn schnell und aufmerksam betrach-tend,aber so viel ist gewiß, eine Mühle ist es gewesen, so gernman ihm einen edleren Ursprung beilegen möchte. Die dem Windegünstige Lage, die Pfeiler, die das Ungeziefer von nuten abhaltensollen, Gestalt, luftiger Bau, innere Einrichtung, Alles dient zumBeweise. Whirr... irr... irr, Klatter... atter... atter... atter:mich dünkt, ich höre noch den alten Lärmen der Flügel und Rä-der... St! still! ich höre noch jetzt eine Art von Geklapper!"

Mit diesen Worten sprang er an eine der Oeffnungen hinan,welche dem Gebäude ehedem zu Luftlöchern oder Fenstern gedienthatten, und steckte den Kopf durch, zog ihn nach einer halbenMinute zurück und winkte seinem Gefährten, sich still zu verhalten.