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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
Entstehung
Seite
37
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Ich komme sogleich auf den Hauptpunkt. Ew. Herrlichkeitmüssen wissen, daß ich ein Mann bin, der viel gesehen und vielgelitten in Seiner Majestät Diensten. Fünf grausame, blutigeKriege bin ich dnrchgegangen, eine Menge anderer Abenteurerund Erfahrungen ungerechnet, denn es ist die Pflicht eines jedenguten Unterthans, zu dulden und zu schweigen."

Dies; Alles, ich versprech' es Euch, soll dem Könige zu beidenOhren kommen. Und nun, würdiger Freund, macht Eurem Her-zen Luft, und thcilt mir Euren Argwohn frei und nnnmwnnden mit."

Dank, ehrenwerthcr Sir, taufend Dank! So viele Güte ge-gen mich darf nie vergessen werden; obschon nicht von mir gesagtwerden kann, das; die Ungeduld, zu der versprochenen Gnade zu ge-langen, mich bewogen, mein Geheimnis; leichtsinnig und widerrecht-lich aufzudcckeu. Ew. Gnaden müssen also wissen, das; gestern, umdiese Stunde, als ich allein ans meinem Werktische saß, und überdieses und jenes nachdachte unter andern auch und hauptsächlichdarüber, daß mein Nachbar und Brodneider alle neue Ankömmlingemir vor der Nase wegschnappt ja, Sir, der Kopf arbeitet, wenndie Hände nichts zn thnn haben als ich nun so dasaß, wie ichmit wenig Worten gesagt, und nachdachte über dieses und jenes,über die Mühseligkeit des Lebens, über meine Erfahrungen imKriege denn Sie müssen wissen, Sir, außer den Händeln imLande der Perser und Meder, außer dem Porteons-Auflauf inEdinbro', habe ich i» fünf grausamen, blutigen Kriegen. . . ."

O, ich sehe es Eurer Nase schon an, daß Ihr gedient habt;"unterbrach ihn sein Zuhörer, welcher nur mit Mühe verbarg, daßihm die Geduld zn reißen anfing,allein, da jeder Augenblick mirkostbar ist, so wünschte ich genauer zn vernehmen, was Ihr überdas Schiff vorznbringen habt."

Man behält, Sir, einen militärischen Ueberblick, wenn manunzählbare Kriege durchlebt hat, so daß ich, zu nnserm beiderseiti-gen Nutz und Frommen, zn dem Thcile meines Geheimnisses kommen