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8 (1853) Der rothe Freibeuter : ein Seegemälde
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kann, welches die Natur und den Charakter des Schiffes vorzüg-lich berührt. Hier saß ich also, wie gesagt, darüber nachdeukend,wie die Verdacht erregende Schiffsmannschaft von meinem Nachbar,dem Znngendrescher Tape, betrogen worden, denn, Sir, so vielmuß ich noch im Vorbeigehen erinnern, der Tape ist ein despera-tes Klatschmaul, und dabei ein Gelbschnabel, der aufs Höchste EinenKrieg gesehen hat wie ich nun so nachdachte, daß er mir meineKunden wie die Fliegen wegfängt, und da bekanntlich ein Gedankeder Vater und Erzeuger eines andern ist, so kam durch eine natür-liche Schlußfolge wie sich unser frommer Pfarrer wöchentlich inseinen erbaulichen und gelehrten Reden der Schlnßfolgen bedientFolgendes in mir ans: Wären jene Schiffer ehrliche, gewissenhafteSklavenhändler, würden sie wohl einen arbeitsamen Handwcrksmannund Familienvater übergehen und ihr wohlverdientes Geld einemgemeinen Schwätzer in den Rachen schieben? Eine neue Schlnß-folge hatte zur Folge, daß ich folgerte: Nein, unmöglich! Ich marmit diesem folgerechten Satz vollkommen zufrieden, und folglichlege ich Jedem, der mir zuhören will, die Frage vor: Sind eskeine Sklavenhändler, was sind es denn für Leute? Eine Frage,von welcher der König selbst in seiner hohen Weisheit zngebenwürde, daß sie leichter anfznwerfen, als zu beantworten sei. Nunschloß ich weiter: Ist das Schiff kein ehrliches Sklavenschiff, oderetwa ein königlicher Kreuzer, so ist cs ja handgreiflich, und einKind muß einsehen, daß es nichts Anderes sein kann, als dasSchiff des heillosen Piraten, des Red Rover."

Des Red Rover?" rief der Fremde ans, mit einem so na-türlichen Ansdruck von Ueberraschung, daß dadurch seine schondahinsterbende Aufmerksamkeit auf des Schneiders Gewäsch plötz-lich und mächtig wieder anflebte.Ja, Freund, das wäre in derThat eine Entdeckung, die sich der Mühe verlohnte! Aber wiekommt Ihr darauf?"

Ans mehreren Gründen, die ich nach einander anfzählen will.