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ventionellem Charakter weit lieblicher auSnehmen, als wenn sie ineinem gewählten Festgepränge aufziehcn. Wie zu erwarten stand,leuchtete EvaS Antlitz von Seele und Gefühl, während sich inGraceS Aeußerem der Ausdruck einer bezaubernden Bescheidenheitund Natürlichkeit kund gab. Nirgends war Ziererei, sondern bloSeinfache Anmuth zu bemerken, und wir können beifügen, daß beidezitterten, als Mr. Effinghain ihre Hände ergriff.
»Dies ist eine schöne und doch zugleich schmerzliche Stunde,"sagte der wohlwollende Biedermann — „eine Stunde, in der icheinen Sohn gewinne und eine Tochter verliere."
„Und ich, theuerster Onkel," rief Grace, der gleich dem Thau-tropfen, welcher von einem Blatte niederfallen will, Thränen inden Wimpern zitterten; „hat denn Euer Herz gar nichts mitmir gemein?"
„Du bist die Tochter, die ich verliere, mein Kind, denn Evawird ja bei mir bleiben. Templemore hat übrigens versprochen,erkenntlich zu sehn, und ich will auf sein Wort bauen."
Mr. Efsingham umarmte sodann mit Wärme die beiden bezau-bernden Mädchen, welche für das wichtigste Ereigniß ihres Lebensgeschmückt dastanden — lieblich in ihrer Jugend, Schönheit undBescheidenheit; dann nahm er jede derselben beim Arm und führtesie hinunter. John Esfingham, die zwei Bräutigame, Kapitän DucieMr. und Mrs. Bloomfield, MrS. Hawker, Kapitän Truck, Made-moiselle Viefville, Annette und Anna Sidley waren in dem Besuchs-zimmer versammelt, um sie zu begrüßen, und sobald Eva und Graceihre ShawlS umgeworfen hatten, um den bräutlichen Anzug zuverbergen, trat die ganze Gesellschaft den Kirchgang an. DieEntfernung zwischen dem Wigwam und New St. Pauls war nurunbedeutend, so daß an vielen Stellen die stattlichen Fichten desKirchhofs mit dem hellereu Grün der Laubholzbäume, welche aufden Gründen des elfteren standen, zusammen zu fließen schienen,und da das Dorf in diesem Theile nur wenige Gebäude hatte, so