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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Ei! wird Einem schwer, ein solches Land zu lieben, Commodore."

Sir, ich versuchte dies gar nie. Gott hat mir einen hübschenWafferstreifen gegeben, der meiner Liebhaberei und meinen Bedürf-nissen zusagt dazu einen schönen Himmel, schöne grüne Berge,und ich bin zufrieden. Man kann Gott in einem solchen Tempellieben, ohne daß man etwas Anderes zu lieben nöthig hätte."

Na, ich meine, wenn Ihr nichts liebt, so liebt auch nichtsEuch, und es geschieht dann keinem Theilc Unrecht."

Just so, Sir. Das Ich ist der Götze geworden, obschon manin dem allgemeinen Kampfe bisweilen in Verlegenheit kommt undnicht wissen kann, ob Einer selbst oder nicht vielleicht Einer vonden Nachbarn das Ich ist."

Ich möchte wohl Eure politische Gesinnung kennen lernen,Commodore. Ihr seyd über alle Punkte mittheilsam gewesen, nurüber diesen nicht, und eS kommt mir nachgerade vor, als ob Ihrein wahrer Philosoph seyd."

Ich halte mich nur für ein Wickelkind, wenn ich mich mitEuch vergleiche. Sir; aber wie nun einmal meine einfältigen An-sichten sind, sollen sie Euch nicht vorenthalten seyn. Erstlich also,Sir, habe ich lange genug auf diesem Wasser gelebt, um zu wis-sen, daß Jedermann die Freiheit für seine eigene Person liebt unddaß sie ihm stets einen geheimen Widerwillen macht, wenn er siean den Personen von anderen Leuten respektiren soll. Dann, Sir,habe ich einsehen lernen, daß man unter Patriotismus Brod undKäse versteht, und daß Jedermann nur für sich selbst opponirt."

Ich glaube wahrhaftig, Commodore, wenn man der Sacheauf den Grund sieht, so habt Ihr das Fahrwasser auSgeboit."

Just so. Nachdem mich das Salz des Landes hin und hergezerrt und ich ihm allenthalben meine Freiheitsprivilegien zurVerfügung gestellt hatte, bis ich so vieler Freiheit überdrüssig ge-worden war, dankte ich ab und zog mich ins Privatleben zurück,