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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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handenseyn Dil keine Kunde hattest. Niemand wird sich heraus-nehmen, einen von uns' zu befragen, und ich meine, mit diesereinfachen Darlegung der Sache müssen sich alle vernünftigen Leut-zufrieden geben."

Vater!" rief Eva, ihre hübschen Händchen in der Haltungdes Erstaunens erhebend,in welcher Großstadt sogar in welchemTheile der Welt würde ein so nakler Bericht die Neugierde be-schwichtigen? Hier aber, wo der Mensch, gleichviel wie gebildetoder einfältig, wie gelehrt oder wie unwissend er sehn mag, sichfür einen constitutionellen Richter aller Handlungen seiner Mitge-schöpfe ansieht, wird dies um so weniger geschehen."

Wir haben wenigstens den Trost, zu wissen, daß durch kei-nerlei Enthüllung die Sache irgend schlimmer oder besser werdenkann," entgegncte Paul,denn die Klatschsucht erzählt stets ihreGeschichte nach eigener Weise, wenn auch die Faschheit darin soaugenfällig sehn sollte wie die Mittagssonne. Fraubaserei ist eineewige Lügnerin und hält die Wahrheit für eine höchst unwesentlicheEigenschaft, da im Gegentheil eine wohlverbürgte Thatsache ihrden Gnadenstoß gibt. Ich hoffe daher, mein theurer Vater, Ihrwerdet Euch auf weiter nichts einlassen, als auf die Erklärung,daß ich Euer Sohn bin, denn dies ist für mich ein zu wichtigerUmstand, als daß er übergangen werden sollte."

John Esfingham blickte den jungen Mann, den er so langgeschätzt und bewundert hatte, zärtlich an, und Thränen tratenihm in die Augen bei dem Bewußtseyn des überschwenglichstenGlückes, dessen sich nur ein Vaterherz erfreuen konnte.