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„Höchst großmüthiger Ehniker!" rief Eva. „Ich möchte mirübrigens jetzt die Freiheit nehmen, Euch eine einzige Frage vorzulegen."
„Nur ohne Bedenken zugefragt, junge Dame, denn der heutigeTag gibt Euch Unabhängigkeit und Gewalt. Ich müßte mich sehrin dem Manne irren, wenn sich nicht zuletzt Herausstellen sollte,daß Powis der Kapitän seines eigenen Schiffes ist."
„Wohlan denn, zu wessen Gunsten ist diese Freigebigkeit eigent-lich gemeint? Gilt ste mir oder dem Gentleman?"
„Bündig genug gestellt," entgegnete John Effingham lachend.Dann zog er Eva abermals an sich und küßte sic auf die Wange.„Wahrhaftig, wenn ich aus der Folter läge, könnte ich kaum sagen,wen ich am meisten liebe, obschon Ihr, kleiner Naseweis, den Trosthabt, zu wissen, daß Ihr die meisten Küsse erhaltet."
„Ich bin fast in der gleichen Lage, John, denn ein eigenerSohn könnte mir kaum theurer sehn, als Paul."
„So sehe ich wohl, daß ich heirathen muß," sagte Eva,hastig die Thränen der Wonne aus ihren Augen wischend — dennwas kann größere Lust bereiten, als wenn man den Geliebtenpreisen hört? — „wenn ich meinen Platz in Eurer Zuneigung be-haupten soll. Aber Vater, wir vergessen die Frage, welche wirVetter Jack vorlegen wollten."
„Richtig, meine Liebe. John, Deine Mutter war eine Asheton?"
„Zuvertäßig, Ned. Aber hoffentlich wirst Du zu dieser Tages-zeit keine Studien über meinen Stammbaum anstellen wollen?"
„ES ist unser sehnlichster Wunsch, zwischen Dir und Pauleine Verwandtschaft herzustellen. Läßt sich dies nicht cinleiten?"
„Ich wollte mein halbes Vermögen darum geben — natür-lich unter Eva'S Zustimmung — wenn es so wäre! — Welcher Grundist vorhanden, dies als wahrscheinlich oder auch nur als möglichanzunehmen?"
„Du weißt, daß er den Namen seines Beschützers und Adoptiv-vaters führt, während der seiner Familie Asheton ist."