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„Und warum wurde er nicht öffentlich bloSgestellt?"
„Oui bona? Derjenige Theil der öffentlichen Presse, welchersich nicht unmittelbar für die Sache interessirte, würde sie mitGleichgiltigkeit behandelt haben, während sich vielleicht der andereverleiten ließ, die Wahrheit zu mystificiren. Für einen Privat-mann ist es rein unmöglich, allenthalben, wo sich'S um öffentlicheAngelegenheiten handelt, der Wahrheit Nachdruck zu geben, undwer in einer öffentlichen Stellung steht, thut eS selten over nie,wenn sich nicht ein bestimmter Parteizweck damit erreichen läßt.Dies ist der Grund, warum wir unter den auswärtigen öffentlichenGeschäftsträgern so vielfältig Abfall von den Grundsätzen unsererStaatsverfaffung sehen — sie wissen recht Wohl, daß Niemand imStande ist, sie bloSzustellen. Außer diesem Beweggründe findet injenem Theile des Gemeinwesens, der sich für den höchsten hält, einso lebhaftes Verlangen statt, gerade in diesen Institutionen eineradikale Umwälzung zu erzielen, daß in ihren Augen die Treulosig-keit eher als ein Verdienst, denn als ein Mackel erscheint."
„Sicherlich werden andere Nationen nicht in dieser cavalier-mäßigen Weise behandelt."
„Nein, gewiß nicht. Der Gesandte eines Fürsten, welcher nureine Sylbe gegen seinen Gebieter verlauten ließe, würde in Un-gnade zurückberufen werden; aber der Diener des Volks befindetsich in einer ganz anderen Lage, sintemal so Viele von seinerSchuld überzeugt werden müssen. Mit den Angriffen, welche dieEuropäer so gerne aus das amerikanische System machen, konnteich'S stets aufnehmen, nur nicht, wenn sie mir mit Erklärungenunserer eigenen diplomatischen Agenten kamen."
„Aber warum machen unsere Reisenden hievon keinen Gebrauch?"
„Die Meisten sehen zu wenig, um überhaupt etwas von derSache zu erfahren. Sie diniren bei einer diplomatischen Tafel,sehen ein paar Ordenssterne, hatten sich zu Dank verpflichtet undreden einer Eleganz das Wort, die nirgends als in ihrem eigenen