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bar erschienen, welche sich eben so fern hielten von äffischer Ser-vililät, als von poltronirender UeberlegenheitSanmaßung; dagegenfürchte ich, daß die Mehrzahl der Letzteren sich in unangenehmerWeise zu den Eitelkeiten der Welt hinneigt."
„Ich will nicht das Gegentheil behaupten," versetzte Eva,„denn Leichtfertigkeit und Genußsucht kleben einem gewöhnlichenSinne nur zu fest an. Jndeß möchte ich doch glauben, daß dieZahl derer, welche die Zierden des Lebens wegen ihres innerenWerlhes schätzen, überall nur klein ist, und eS fragt sich, ob hierinEuropa vor uns einen Vorthcil hat."
„Wohl möglich; und doch kann ich in einem Faste, wo so vielvon dem Beispiel abhängt, nur bedauern, daß der Ton unseres Vol-kes den Thatsachen nicht besser entspricht. Ich weiß nicht, ob Euchdieselbe» Eigenthümlichkeiten ausgefallen sind; aber so oft ich michin der Stimmung fühlte, monarchische und aristokratische Doctrinenblindlings verbreiten zu hören, pflegte ich mich »ach der nächstenamerikanischen Gesandtschaft zu begeben."
„Ich habe dieß oft und sogar von Fremden berühren hören,"cntgegnete Eva, „und gestehe, daß mir diese Behauptung stets alsbefremdlich aufgefasten ist. Warum sollte der öffentliche Geschäfts-träger einer Republik mit einer Schaustellung seiner antirepnblika-nischen Gesinnung prunken wollen?"
„Ich gebe zu, daß auch Ausnahmen vorhanden sind, obschonich nach der Erfahrung vieler Jahre ehrlich sagen muß, daß dieSache sich in der Regel so verhält, wie ich angedeutet habe. Meinereigene» Ansicht oder meinem BeurtheilungSvermögen würde ich nochobendrein nicht einmal ganz trauen, wenn nicht Andere, welche ebenso gut zu beobachten Gelegenheit hatten, zu dem gleichen Schluffegekommen wären. So habe ich erst kürzlich einen Brief aus Europaerhalten, in welchem sich mein Correspondcnt beschwert, daß einamerikanischer außerordentlicher Gesandter, welcher eben so balddaran denken würde, sich selbst in Anklagestand zu versetzen, als in