Glanz derselben begünstigte. Dann folgten Feuerräder, Fröscheund Schwärmer — alle in der primitivsten Art, wenn überhauptetwas bei einer derartigen Vergnügung primitiv genannt werdenkann. Hierauf kamen einige Ballons. Der „Fenerspaß" sollte dieBelustigung schließen und war in Wirklichkeit mehr werth als alleübrigen Erheiterungen des Tages, die Pfefferkuchen und dasSprvffenbier miteingeschlossen.
Eine brennende Kugel, aus einer Ladenthüre geworfen, gabdas Signal zum Beginne des „SpasseS." Sie war bloS eineKugel von gewöhnlichem Werg oder irgend einem andern ähnlichenMaterial, mit Harz getränkt und brannte mit Heller Flamme, bissie verzehrt war. Sobald die ersten dieser feurigen Meteore in dieStraße hinuntersegelte», verkündigte ein gemeinsamer Jubel vonSeiten der Knaben, Lehrlinge und jungen Männer, daß die Lust-barkeit ihren Anfang nahm. Bald folgten weitere Kugeln, undnach einige» Minuten war die ganze Area eine einzige Glanzmaffe.Das Ganze der Unterhaltung bestand darin, daß man die Feuer-bälle keck schleuderte und ihnen gewandt auSwich; auch mischte sichbald der Wetteifer in die Scene.
Die Wirkung war in hohem Grade schön. Gruppen dunklerGegenstände wurden plötzlich erhellt, und da und dort sah man einenTheil des GedrängS in einer Lichthelle, ähnlich ber eines Freuden-feuerS, während im Hintergründe Personen und Gesichter durch-einander wogten, welche aus der Dunkelheit bald ins Licht traten,bald wieder von Finsterniß bedeckt wurden. Dann trat wieder einplötzlicher Wechsel ein; das Licht verschwand und eine Kugel stiegan einer Stelle auf, welche ganz der Nacht überlassen zu sehnschien, um anfs Neue frohe Gesichter und regsame Gestalten zuerhellen. Der beharrliche Nebergang vom lebhaftesten Lichte biszur tiefsten Dunkelheit mit all den wechselnden Mengungen vonLicht und Schatten bot den schönsten Zug in der ganzen Sceneund erfüllte Alle auf dem Balkon mit Bewunderung.