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die menschliche Natur zu allen Zeiten und unter allen Umständendie gleiche ist, so läßt sich dies auch von der Rede des 4. Julibehaupten. Man hörte die gewöhnlichen Anspielungen auf Griechen-land und Rom, deren Republiken mit der amerikanischen ungefährdieselbe Aehntichkcit haben, wie der Roßkastanienbaum mit einemkastanienbraunen Rosse, da sie in weiter nichts, als in der Assonanzder Worte und einer langen Liste von Nationalherrlichleite» be-steht, welche für alle Republiken des AlterlhumS und unserer Tagezurcichen würden. Als jedoch der Redner von dem amerikanischenCharakter und insbesondere von der Einsichtssülle der Nationsprach,—-da wurde er in hohem Grabe schwunghaft und machte diereißendsten Fortschritte in der Popularität. Seiner Darstellungder Sache zufolge besaß keine andere Nation auch nur den zehntenTheil von den Kenntnissen oder den hundertsten Thcil von der Ehr-lichkeit und Tugend dersclbigen Gemeinschaft, die er anredete, undnachdem er sich zehn Minuten abgemüht hatte, nm seine Zuhörervon dem zu überzeugen, was sie sammt und sonders bereits wußten,vergeudete er noch einige weitere Zeit auf den Versuch, sie zubereden, daß sie weitere derartige Erwerbungen machten.
„Wie viel besser hätte sich all dies machen lassen," sagte PaulPowiS, als er nach der Beendigung der „ErerciscS" mit seinenBegleitern wieder nach dem Wigwam zurückkehrte, „wenn statt dernichtssagenden Lobhudeleien eine kurze einfache Belehrung überdas Wesen und die Pflichten unserer Institutionen vorgetragenworden wäre. Nichts kann Wohl eine größere schmerzliche Ueber-raschung bereiten, als wenn man finden muß, daß in einem Lande,wo Alles von den Institutionen abhängt, so Wenige eine klareVorstellung von ihren eigenen Verhältnissen haben."
„Wir haben freilich keine derartigen Ansichten von uns selbst,"bemerkte MrS. Bloomfield, „und doch sollte es seyn. Ich bin weitentfernt, die gewöhnliche Bildung des Landes, welche im Durch-schnitt hoch über der fast aller andern Völker steht, unter ihrem