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ganz verlassen. Ich hoff-, euch beide noch einmal in dem Wig-wam zu sehen, bevor ich sterbe."
„Onkel, Onkel!" rief Grace, als sie sich unter einem Stromevon Thränen in Mr. EfsinghamS Arme warf, „ich bin ein un-dankbares, unbesonnenes Mädchen, daß ich in dieser Weise allemeine natürlichen Freunde aufgeben kann. Ich habe unrechtgehandelt."
„Unrecht? theuerste Miß van Courtlandt!"
„Selbstsüchtig also, Sir George Templemore," fügte das
Mädchen in edler Einfalt bei, denn sie wußte kaum, wie inhalts-voll ihre Worte waren. „Vielleicht sollte die Sache doch nocheinmal in Erwägung gezogen werden."
„Ich fürchte, cS dürfte dadurch nicht viel gewonnen werden,meine Liebe," cntgegnete der Onkel lächelnd; indem er sich zugleicher Zeit die Augen wischte. „In dergleichen Dingen dienendie späteren Gedanken der Frauenzimmer den ersten nur zur Be-kräftigung. Gott segne Dich, Grace. Templemore, der Herrbewahre auch Euch in seiner heiligen Hut. Vergeht nicht, wasich gesagt habe — wir wollen dann morgen weiter über den
Gegenstand sprechen. Weiß Eva davon, meine Nichte?"
Grace erblaßte und erröthete, während sie zugleich verschämtauf den Boden sah.
„Also müsse» wir nach ihr schicken," entgegnete Mr. Efsing-ham, indem er abermals nach dem Klingelzuge griff.
„Onkel!" ries Grace hastig und noch in guter Zeit, ehe die
Schnur angezogen wurde, „hätte ich eine so wichtige Frage vor
meiner lhcuren Cousine geheim halten können?"
„So finde ich, daß ich der Letzte bin, der davon erfährt, wiecS in der Regel alten Knaben zu ergehen pflegt, und ich glaube,daß ich sogar jetzt äo trog bin."
Mr. Esfingham küßte Grace abermals liebevoll und verließsodann das Zimmer, obschon sie ihn zurückzuhalten suchte.