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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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wünschte. Ihr könnt daher selbst ermessen, wie erfreut er war,mich unerwarteterweise in dem Schiffe zu treffen, welches denHanptgegenstand seiner Verfolgung barg, da er auf diese Weise sozu sagen zwei Vögel mit einem Steine traf."

Er hat Euch also nicht in mörderischer Absicht entführt?"fragte John Efsingham lächelnd.

Keineswegs. Wir hatten uns noch nicht zwei Stunden inseiner Kajüte befunden, als wir schon auf dem freundschaftlichstenFuße zu einander standen. Wie es oft zu gehen pflegt, wo Ab-neigung und unvernünftige Vorurtheile geherrscht haben, verbannteeine nähere Bekanntschaft mit den gegenseitigen Charakteren undMotiven bald alle weiteren Hindernisse, und noch ehe wir Englanderreichten, bestand zwischen uns ein so warmes und offenes Ver-hältniß, wie man es zwischen Verwandten nur wünschen kann. Ihrwißt, Sir. daß unsere englischen Cousins ihre transatlantischenVetter» nicht oft mit wohlwollenden Blicken zu beurtheilen pflegen."

Dies ist nur zu wahr," versetzte John Efsingham stolz, ob-schon seine Lippe zitterte, während er sprach,und die Schule liegtgroßcntheils in jener elende» geistigen Knechtschaft, welche diesesLand nach sechzigjähriger nomineller Unabhängigkeit noch immer sosehr im Banne feindseliger ausländischer Meinungen hält. ES istnothwendig, daß wir uns selbst achten, wenn unS auch Andereachten sollen."

Ich bin ganz mit Euch einverstanden, Sir. In meinemFalle veranlaßte jedoch die frühere Ungerechtigkeit meine Ver-wandten, mich vielleicht besser aufzunehmen, als sie Wohl ander-weitig geneigt gewesen wären. An Vermögen hatte ich nicht vielzu fordern und da ich eine Frage, die vielleicht die Peerage derDoucieS hätte beeinträchtigen können, nicht ausstören wollte, sowar ich allenthalben gerne gesehen."

Eine Peerage? So waren also Eure Ellern Engländer?"

Ich glaube nicht; aber die Beziehung zwischen den beiden