330
ihm erwartet, er werde die CanadeS besuchen, um in Englandüber den dortige» Stand der Dinge Bericht zu erstatten."
„Ist Sir George wirklich mit einer derartigen Sendung betraut?"fragte Paul mit Theilnahme.
„Mit einer eigentlichen Sendung nicht, da dies nicht nöthigwar. Templemore ist reich und bedarf daher keiner Anstellung;aber man hofft und erwartet, er werde sich in den Provinzen Um-sehen und über die Sachlage der Regierung berichten. Man kannihm freilich seine Nachläßigkeit nicht zum Vorwurf machen, aberdennoch wird sie Ueberraschung Hervorrufen."
„Gute Nacht, Doueie. Templemore zieht einen Wigwameurem ummauerten Quebec und die Eingeborenen den Colo-nisten vor — voll» tout!"
Nach einer Minute pochte Paul an die Thüre von John Ef-finghamS Zimmer und wurde abermals zum Eintreten ausgefordcrt.
„Doucie hat meine Bitte nicht vergessen, und dieses Pult hierenthält die Papiere des armen Mr. Monday," bemerkte er, dasPult aus einen Toilettentisch niedersepend und in einem Tonesprechend, welcher zeigte, daß er erwartet worden war. „Wirhaben in der That diese Pflicht schon allzu lang vernachlässigt undes steht zu hoffen, daß aus der Zögerung Niemand ein Schadenoder Unrecht erwachsen sep."
„Ist dies das Paket?" fragte John Esfingham, seine Handausstreckend, um einen Bündel mit Papieren, welche Paul ausdem Pulte genommen hatte, in Empfang zu nehmen. „Wir wollendie Siegel erbrechen und noch vor Schlafengehen nachsihcn, waswir thun müssen."
„DieS sind meine eigenen Papiere, die für mich von großemWerthe sind," entgegnete der junge Mann, sie einen Augenblickernst betrachtend, ehe er sie auf den Toilettentisch niederlegte.„Hier ist Mr. Mondays Hinterlassenschaft."
John Esfingham nahm seinem jungen Freunde das Paket ab,