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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Lange ansäßig?" wiederholte John Effingham lachend.Wasnennst Du lange ansäßig? Bist Du nicht ein Dutzend Jahre fort-gewesen, und messen nicht diese Leute Alles nach dem Richtscheitihrer eigenen Gewohnheiten? ES scheint. Du bildest Dir ein, daßDu nach Rom, Jerusalem oder Constantinopel gehen, ein paarJahrzehnte dortbleiben, dann wieder ganz ruhig nach Templetonzurückkommcn und, sobald Du Dein Haus wieder in Besitz ge-nommen, Dich einen alten Einwohner nennen könnest?"

Gewiß glaube ich, dieses Recht zu besitzen. Wie viele Eng-länder, Russen und Deutsche haben wir nicht in Italien getroffen,die sich Jahre lang daselbst aukhielten und dennoch nebst ihrenGefühlen alle ihre natürlichen und localen Rechte behielten."

Ja, dies gilt von Ländern, in welchen die Gesellschaft bleibendist. Da gewöhnen sich die Menschen daran, dieselben Gegenständeum sich zu haben, die gleichen Namen zu hören und ihr ganzesLeben über dieselben Gesichter vor sich zu sehen. Die Neugierdebewog mich, Erkundigungen cinzuzichen, und ich habe daraus dieUeberzcugung erhalten, daß sich keine von den alten ansäßigenFamilien bei der VorsprungSangelegenheit betheiligt hatte; dasganze Geschrei ging von Denen aus, welche Du als Zugvögelbezeichnet hast. Aber was folgt daraus? Diese Leute meinen,Alles dränge sich in die gesetzlichen sechs Monate zusammen, diezur Stimmbercchtigung nöthig sind, und sind der Ansicht, derUmzug der Personen sey für die Republiken eben so nothwendigwie der Wechsel in den Aemtern."

Ist es nicht außerordentlich, daß Leute, welche so wenig inder Sache unterrichtet waren, sich so unbesonnen und absprechendbenehmen konnten?"

In Amerika nicht. Blicke umher, Ned, und Du wirst überalldie Abenteurer obenan stehen sehen im Gouvernement, in denStädten, in de» Dörfern, auf dem Lande sogar. Ein Grundzugunserer Nationalität ist der Wechsel. Ich gebe zu, daß viel davon