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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Es ist kaum nöthig, zu sagen, daß der Standpunkt Mr.EffinghamS und seines Vetters ein ganz anderer war. KlarenVerstandes, voll RcchtSgefühl und freisinnig in seinem ganzen Thunund Treiben, war namentlich dem Grsteren der kürzliche Vorfallsehr ärgerlich, und er schritt, nachdem sich Mr. Bragg und seineBegleiter entfernt halten, mehrere Minuten schweigend in der Bi-bliothek auf und ab, da er augenscheinlich viel zu bekümmert war,um zu sprechen.

Dies ist jedenfalls ein ganz außerordentliches Verfahren,John," begann er endlich,und ich habe einen recht ärmlichenDank für das Wohlwollen geärndtet, mit welchem ich dreißig Jahrelang Anderen gestattete, sich meines EigcnthumS zu bedienen. Duweißt, wie oft, wie gar oft zu meiner und meiner Frenndc Unbe-quemlichkeit dies geschah."

Sagte ich Dir nicht, Ned, Du dürfest nach Deiner Rückkehrnicht das Amerika erwarten, welches Du bei Deiner Abreise nachEuropa verlassen hast? Ich bin überzeugt, daß sich kein Land inso kurzer Zeit so sehr verschlechtert hat."

Daß ein beispiellos schnell errungener Wohlstand durch dieplötzliche Einführung großer Massen ungebildeter Personen in dieGesellschaft den Ton der sogenannten Welt wesentlich beeinträch-tigt hat, ist eine natürliche Folge augenfälliger Ursachen, undwir konnten sogar mit Fug eine Verschlechterung der Sittlichkeiterwarten, denn wir sind auf den Glauben angewiesen, daß derNcichthum den verderblichsten Einfluß übt, unter welchem derMensch nur leben kann. Dennoch gestehe ich, daß ich nimmermehrerwartet hätte, den Tag zu erleben, an welchem eine Masse vonFremdlingen und Zugvögeln, die Geschöpfe einer Stunde, sich er-dreisten könnten, alte und lang ansäßige Einwohner der Gegend zueinem Beweise ihres Anrechts a» ihre Besitzungen aufzufordernund dies noch obendrein in einer so ungewöhnlichen, unerhörtenWeise, nrbst der Bedrohung mit einer gewaltsamen Beraubung!"