Druckschrift 
22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

218

Freunde an, als er sagte, er komme gelegen, um das Gleichgewichtherzustellen.

Wir übergehen die DorstellungS- und BegrüßungS,Ceremonien,um sogleich die Unterhaltung aufzunehmen, die in dem Besuchzimmerstattfand.

Ihr werdet Wohl sehr erfreut seyn, Miß Essingham," bemerkteMr, Wenham, der als junger Mann und achter Amerikaner einejunge Dame vor jeder andern gegenwärtigen Person anreden zumuffen glaubte,daß unser Land während Eurer Abwesenheit sogroße Fortschritte gemacht hat."

Eva antwortete einfach, die große Jugend, in welcher sie dieHeimath verließ, habe ihr nicht gestattet, über derartige Gegenständetreue Erinnerungen zu bewahren.Ihr mögt wohl vollkommenRecht haben, fügte sie bei; aber einer Person, die, wie ich, blo«die Bilder älterer Länder in sich trägt, müssen wohl eher die Mängelausfallen, als die vielleicht ganz richtig so bezeichneten Verbesserungen,da sic noch immer weit hinter der Vollkommenheit zurückblciben."

Mr. Wenham machte eine verdrießliche oder vielleicht bessergesagt, eine unwillige Miene; es gelang ihm jedoch, seine Ge-lassenheit zu behaupten gewiß oft eine schwere Ausgabe für einenMann von provinzialer Erziehung, wenn er findet, daß sein beauiöoal von Anderen geringschätzig behandelt wird.

Miß Esfingham muß natürlich tausend Unvollkommenheiten beiuns bemerken," sagte Mr. Howel,da sie unmittelbar von Englandkommt. Jene Musik zum Beispiel," er spielte damit auf dieTöne einer Flöte an, die von dem Dorfe her durch die offenenFenster sich vernehmen ließen,muß nach der in London EuremOhre rauh genug Vorkommen."

Die Straßenmusik Londons gehört gewiß unter die besten,wenn sie nicht die allerbeste in Europa ist, entgegnete Eva, demBaronet einen Blick zuwerfend, welcher diesen zum Lächeln bewog;