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thümlichkeiten hat. Bei dem Beginne einer Colonisirung herrschtso ziemlich jene Art wohlwollender Gesinnung und wechselseitigenInteresses, welche Menschen gegen einander an den Tag zu legenpflegen, wenn sie sich bei einer Unternehmung betheiligt haben, diemit gemeinschaftlicher Gefahr verbunden ist. Die Entfremdung,welche die Verschiedenheit der Erziehung und der Gewohnheitennothwendig mit sich bringt, wird durch die wechselseitigen Bedürfnisseund Muhen gemindert und auch der gebildete Mann hält, ohneseinem Charakter und seiner Stellung etwas zu vergeben, mit seinenNachbarn ungefähr jene Art von guter Kameradschaft und Vertrau-lichkeit, welche in einem harten Feldzüge das Verhältnis; zwischendem Offizier und dem Soldaten begleitet. Männer und sogarFrauen brechen miteinander ihr Brod und treten in gegenseiti-gen Verkehr, obschott sie sich unter anderen Verhältnissen wahr-scheinlich wildfremd geblieben wären; denn das rauhe Waldlebenmit seinen kühnen Wagnissen setzt augenscheinlich die Ansprüche desManneS von Bildung und bloS geistigen HülfSquellen auf eingleiches Niveau mit denen, die der körperlich Kräftige und ArbeitS-tüchtige zu machen hat. In diesem ungekünstelten Verkehr trifftman sich so zu sagen auf neutralem Grund, indem der Eine vonseiner Neberlegenheit Einiges abgibt und der Andere auf eine äußereGleichheit Anspruch macht, die übrigens, wie er wohl fühlt, nurdas Resultat der eigenthümlichen Umstände ist. Mit Einem Worte,ein solcher Zustand der Gesellschaft begünstigt die Anforderungender körperlichen Kraft weit mehr, als die der höheren geistigenFähigkeiten.
Diese Periode kann vielleicht die glücklichste in dem erstenJahrhundert einer Ansiedelung genannt werden. Die großen Sor-gen des Lebens sind so ernst nnd nehmen Alles in so hohem Gradein Anspruch, daß kleine Verdrießlichkeiten, die man in einem ge-regelteren Zustande der Gesellschaft nicht gut ertragen könnte, über-sehen und als Dinge, die in der Natur der Sache liegen, betrachtet