dies nicht erwartet und freute mich darüber in demselben Grade,als ich erstaunt war."
„Ihr habt hierin Recht, Sir George Templemore," entgeg-net- John Efstngham; „aber dieser Aufschwung stammt aus einersehr jungen Zeit. Wer weiß, wie eS vor einem halben Jahrhundertin einer amerikanischen Stadt aussah, wird in ihr heutzutage etwasganz Anderes finden, und dasselbe gilt auch von den Künsten, derenIhr Erwähnung gethan habt, nur mit den, wesentlichen Unterschied,daß letztere unter paffender Anleitung eine gute, die Städte selbst aberunter dem Einflüße des allerLeitung unzugänglichen Geldes eine schlechteRichtung einschlagen. Hätte ich viel von den alten Geräthschastenoder den alten Bildern im Wigwam gelassen, so würden wir wahr-scheinlich statt des bezaubernden Lächelns, das wir jetzt in MißEsfinghamS holden Zügen sehen, ein finsteres Stirncrunzeln sehen."
„Und doch habe ich in diesem Lande schöne alte Möbel ge-sehen, Vetter Jack."
„Mag seyn, aber nicht in diesem Theile. Es fehlte vor einemhalben Jahrhundert noch ganz und gar an Transportmitteln, undnur wenige Leute mochten etwas Schönes den Ochsenkarrcn ver-trauen. Dieses Haus hat Wohl einige hübsche alte Gegenstände,die durch Geld hergeschafft werden konnten, und sie sind noch vor-handen; aber im Allgemeinen kann für diese ganze Gegend dasachtzehnte Jahrhundert als düsteres Alterthum betrachtet werden."
Nach eingenommenem Mahle führte Mr. Effingham seineGäste durch die Hanptgemächcr und fand dabei Gelegenheit, balddie Einfälle seines Verwandten zu loben, bald darüber zu lachen.Die Bibliothek war ein Zimmer, das für ein Land, in welchemjede Architektur eigentlich noch im Chrpsaliden-Zustande lag, ge-räumig genannt werden konnte. Die Wände waren mit sehr hüb-schen gothischen Tapeten in Grün behängen, aber über jedemFenster befand sich in der oberen Bordüre, und da diese die Bogenergänzen sollte, an der Stelle der Wölbung eine Lücke, so daß
Eva Effingham. IS