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weiß getüncht, obschon sich mitunter auch ein besserer Geschmackkund gab, indem viele der Häuser die ernsten Farben des grauenGesteins trugen, aus dem sie gebaut waren. Der Charakter derReinlichkeit und Bequemlichkeit war allenthalben zu erkennen —Eigenschaften, durch die sich Templeton gar sehr von den europäischenStädten im Süden des Rheins unterschied, wenn wir die malerischenFlecken der Schweiz als eine Ausnahme gelten lassen. In Eng-land wäre wohl Templeton durch seinen Umfang zu dem Titel einerMarktsladt und in Frankreich zu dem eines großen Fleckens be-rechtigt gewesen; in Amerika aber hieß cS dem gewöhnlichen Sprach-gebrauch und der politischen Einreihung zufolge eben ein Dorf.
Unter den Wohnungen befanden sich wenigstens zwanzig, welchedie wohlhabende Stellung ihrer Besitzer bekundeten und auf eineLebensweise hindeuteten, welche sich über die der großen Masse er-hob. Von diesen waren sechs oder acht mit kleinen Höfen, An-fahrten und anderem ähnlichen Zugehör von Häusern versehen, dieder Ehre nicht unwürdig erachtet wurden, ihre eigenen Namen zutragen. Nicht weniger als fünf kleine Thürmchen oder Glocken-stühle (denn keines dieser beiden Worte paßt genau auf die Wunderder Architektur, die wir zu beschreiben wünschen) erhoben sich überdie Dächer und bezeichneten die Standorte einer gleichen Anzahlvon Plätzen der Gottesverehrung, denn jedes amerikanische Dorfbietet so viele von diesen Beweisen der Gewissensfreiheit — Ge-wissenslaunenhaftigkeit würde vielleicht der bessere Aus-druck sehn — als die Dollars und Cents der Umgegend, durch wasimmer für anwendbare Mittel beigebracht, herzustellen möglichmachen. Mehrere leichte Kutschen, wie sie für einen gebirgigenStrich paßten, fuhren in den Straßen hin und her, und da unddort sah man ein einspänniges Wägelchen vor einer Ladenthüreoder dem Bureau eines Advokaten angebunden, die Anwesenheit einesKunden oder Clienten aus den benachbarten Bergen bezeichnend.
Templeton war als Durchgangspunkt nicht bedeutend genug.