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aus der Ferne entnehme» kann, sehr kostbar zu sehn scheint; unddoch steht er aus, als paffe er eher für einen heidnischen Gottes-dienst, als für häusliche Gemächlichkeit."
„Diese Krankheit hat die ganze Nation eben so sehr angesteckt,wie die SpekulationSwuth." entgegnete John Effingham. „Hierin,wie in anderen Dingen, gehen wir von einem Extrem aufs andereüber. Stünde ein einziger solcher Tempel in einem Wald, so würdeer sich lieblich auSneh neu; wen» man aber einen ganzen Flußdamit säumt, Kinder vor den Thüren Reife schtagen, Ochsenfleischin die Küchen getragen wird, und obendrein Rauch aus diesen un-klassischen Schornsteinen aufsteigt, so muß man doch sagen, daß diesden Geschmack übertreiben heißt. Es ist wahrhaftig. als liege manin einem Fieber. Mr. Aristobulus Bragg, der ein Schalk in seinerArt ist, erzählte mir, t» einer Stadt des Innern sch ein Markt-halle! nach dem Plan des Parthenon gebaut worden."
„II Oapo ä> bovv würde für ein derartiges Gebäude ein weitpassenderes Modell sehn," sagte Eva lächelnd. „Ich glaube übrigensgehört zu haben, der klassische Geschmack unserer Architekten seynichts weniger als eonsequent."
„Diese Bemerkung paßt mehr auf frühere Zeiten, als auf die ge-genwärtige, wie alle diese Tempel bekunden," erwiedertc John Effing-Ham. „Das Land hat, was schöne Künste betrifft, einen raschen undgroßen gas» an avant gemacht, und die Thatsache lehrt, was mit einemso schnell handelnden Volke unter passender Leitung auSzurichten wäre.Der Fremde, der zu uns kömmt, ist geneigt, den Kunstsinn der Nationsehr gering anzuschlagen; da aber der Werth aller Dinge nur aufder Vergleichung beruht, so möge er fich erkundigen, wie es vorzehn Jahren bei uns aussah, und wie es jetzt ist. Unser dcrmaligcrFehler beruht vielleicht nur darin, daß wir zu emsig die Bücherzu Rath ziehen und zu wenig der Erfindungsgabe vertrauen; dennkeine Architektur, am allerwenigsten die, welche fich häusliche Be-haglichkeit zum Zweck setzt, kann ernstlichem Vorwurf entgehen.