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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Europa'« zurück sind, glaubte ich doch, daß wir diesem Thcil derWelt ein wenig nachstehen."

Nachstehen, Miß? Die« ist ei» Wort, das nie über EureLippen kommen sollte. Ihr steht weder in Europa noch in Ame-rika, weder in Afrika noch in Asien irgend einer Person oderSache nach."

Da Miß Ring, wie eS einer Belle ziemte, gewöhnt war, dieRolle der Schmeichelei meist selbst zu übernehmen, so begann sieüber die unumwundenen Complimcnte Mr. Bragg'S, welcherHeuzu mache» geneigt war, so lang die Sonne schien," verlegen zuwerden. Mit einiger Verwirrung wandte sie sich daher an denKapitän wir sagen Verwirrung, denn die junge Dame war,obgleich man es leicht hätte glauben können, nicht wirklich allerSchaam baar, sondern ließ sich nur in Beurtheilung der Sach-beziehungcn irre leiten; oder mit andern Worten, in Folge eine«verwirrten Brauchs war ihr bisher gestattet worden, in der Ge-sellschaft das zu thun, was man bisweilen bei Schauspielerinnenauf der Bühne sieht, nämlich eine Männerroste durchzuführcn."

Ihr solltet Mr. Bragg bedeuten, Sir," sagte sie mit einembittenden Blick auf den Kapitän,daß Schmeichelei ein gefährlichesLaster und durchaus nicht eines Christen würdig ist."

Ja, wahrhaftig, Marin, und obendrein eines, mit dem ichmich nie abgebe. Niemand, der unter meinen Befehlen steht, hatmir je Schmeichelei zur Last gelegt."

Den Ausdruckunter meinen Befehlen" deutete Miß Ringauf Kaplane und Diakonc, denn sie wußte, daß in der englischenKirche ein derartiger in Amerika nicht üblicher Unterschied unterder Geistlichkeit stattfand.

Ich hoffe, Sir, Ihr werdet dieses Land nicht verlassen, ohneuns mit einem Vortrage begünstigt zu haben.

Gewiß nicht, Marin wenn ich unter meine» Leute» bin,trage ich vom Morgen bis zum Abend gar vielerlei vor, obschon