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völlig unmöglich war. Es sollte ein Gesetz geben, daß nur jeein Genileman mit einer Dame sprechen dürfe."
„Ich dächte, ein solches Gesetz sey bereits vorhanden," ver-setzte Eva lächelnd.
„Ihr meint den Codex der guten Bildung — aber heutzutagedenkt Niemand mehr an solche veraltete Gesetze. Könnt Ihr Euchnachgerade ein wenig mit Eurem Vaterlandc versöhnen?"
„ES ist nicht leicht, sich versöhnen zu wollen, wenn nie einübles Einvernehmen stattgefunden hat. Ich hoffe, daß es zwischenmeinem Vaterlande und mir keinerseits einen Streit gegeben hat."
„Oh, ich meine nicht eben dies. Kann nicht auch ohne Streiteine Versöhnung nöthig werden? Was sagt Ihr hiezu, Mr. Eoson?"
Miß Ring, der schon früber an diesem Gentleman einigeSymptome von Desertionslust nicht entgangen waren, hatte dieseFrage als BannungSsignal eingestochten; als sie sich jedoch um-wandte, um sich von der Wirkung ihrer Bemerkung zu überzeugen,gewahrte sie, daß ihre ganze Clientel entwischt war. Sie ver-mochte nicht, einen Blick der Ueberraschung, des Verdrusses undAergerS zu unterdrücken; dann aber folgte rasch die Miene dcSEntsetzens.
„Wie augenfällig wir uns gemacht haben — und die Schuldliegt ganz an mir," sagte sie, zum erstenmal diesen Abend ihreStimme zu einem gebührenden Tone ermäßigend. „Wahrhaftig,da stehen wir zwei Dame» allein in Unterhaltung, und kein Gent-leman ist in unserer Nähe!"
„Fällt man dadurch auf?" fragte Eva mit vollkommen natür-licher Einfalt.
„Wahrhaftig, Miß Efsingham, wer so viel von der Gesell-schaft gesehen hat, wie Ihr, kann kaum diese Frage im Ernstestellen. Ich glaube nicht, daß ich' mir seit meinem Fünfzehnten jeeine solche Ungebühr zu Schulden kommen ließ; und — ach Him-mel! — wie erst dieser nnangenehmen Lage entkommen! Ihr habt