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oblegen mußte», „da eS dem Vernehmen nach das beste in derStadt ist, in weichem man die schöne Welt sehen kann."
„Hören, wäre vielleicht ein passenderer Ausdruck," entgegncteJohn Efstngham in seiner trockenen Weise. „Was hübsche Frauenbetrifft, so kann man in New-Bork kaum irgendwo schl gehen;aber einer von Euren Sinnen wird Euch sagen, daß sie nicht in dieWelt gekommen sind, um sich bloS sehen zu lassen."
Der Baronet lächelte, besaß aber z» viel feine Bildung, »msich eine Aeußerung für oder wider zu erlauben. MademoiselleBiesville trat, sobald sie heruntergekommen war, ohne entfernt aneine Anstandsverletzung zu denken, allein in daS Zimmer, und Evafolgte ihr; Grace aber schmiegte sich an John EffinghamS Seiteund nahm dessen Arm, weil sie dies für einen Schritt hielt, derzu Wahrung der Schicklichkeit unerläßlich war.
MrS. Houston empsing ihre Käste mit Ruhe und Würde. Siewar eine von den Frauen, welche der Amerikaner „Weltdamen"nennt — d. h. mit andern Morten, sie öffnete während der Win-tersaiso» 10 - oder 12mal ihr HauS einv sehr gemischten Gesellschaftund nahm den größeren Theil der Einladungen an, die sie vonanderen Leuten erhielt. Gleichwohl hätte sic als Modedame in denmeisten andern Ländern für ein Muster einer treuen Gattin- undMuttersorge gegolten, denn sie stand persönlich ihrer Wirthschastvor und hatte sogar alle ihre Kinder selbst das Vaterunser, denGlauben und die zehn Gebote hersagen gelehrt. Sie besuchte jedenSonntag zweimal die Kirche und blieb während des NachmittagS-gotteSdiensteS zu Haus, nur damit ihre Dienstboten Gelegenheithatten, an ihrer Statt den Pflichten der Andacht »achzukommen,obschon beiläufig bemerkt, Letzteres nie geschah. Eine Freundinder Geselligkeit, von Natur aus wohlwollenden Herzens, hübsch,reich und gebildet, fand MrS. Houston kein Hinderniß von Seiteihres nachsichtigen Gatten, der so gerne frohe Gesichter um sichsah, daß er es mit den dazu erforderlichen Miltein durchaus nicht