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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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und nur wenige Männer hätten diesen Gegenstand mit mehr Ver-stand, Gerechtigkeit und Nachdruck behandeln können, als dieseschmächtige, hinfällig auSsehcnde junge Frau. Ohne die mindestePedanterie, mit einer Schönheit der Sprache, wie sie von demandern Geschlechts selten erreicht wird, und mit ächt weiblicherZartheit der Unterscheidung und des Gefühls wußte sie einemStoffe, der, trotz seiner Wichtigkeit, doch viel Abstoßendes hat,Interesse zu verleihen, indem sie durch die feine Bilvung ihresedlen Geistes alle gehässigere» und empörenden Züge ver-schleierte.

Eva hätte ihr den ganzen Abend zuhören können, und jedeSylbe, die von den Lippen ihrer Freundin fiel, rief in ihr eine Arttriumphirendc Glut hervor. Sic war stolz darauf, einen einsichts-vollen Fremden sehen lassen zu können, daß auch Amerika Frauenbarg, die wohl würdig waren, mit den besten anderer Länder indie Reihe zu treten, und fürchtete immer, daß diejenigen, welcheblos in der sogenannten großen Welt gelebt hatten, einen schein-baren Anlaß finden möchten, diese Thatsache zu bezweifeln. Ineinem Betracht kam es ihr vor, als übertreffe MrS. Bloomfieldalle Frauen, die sie im Auslande so oft bewundert hatte, da dieKenntnisse und der Verstand derselben weder durch die Vorurtheile,die den Parteispaltungen der Gesellschaft «»kleben, noch von ihrenGegenwirkungen gefesselt waren Umstände, welche nur zu oft dasGefühl und die Aufrichtigkeit derer getrübt hatte, denen sie imAuslande mit Lust zuzuhüren pflegte. Außerdem erhöhte der eigen-thümlich weibliche Ton alles dessen, was MrS. Bloomfield sprachoder dachte, de» Zauber ihrer Unterhaltung und steigerte das Ver-gnügen des Zuhörens, ohne daß das Ganze an Krast dadurch ver-loren hätte.

Ist der Kreis, zu welchem MrS. Hawker und ihre Freundegehören, groß?" fragte Sir George, als er nach der Verabschie-dung Eva und Grace de» Mantel umlegen half.Eine Stadt,