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„Ich hoffe, Fräulein," bemerkte John Eifingham mit Ernst,daß der Gentleman den Hauptmißgriff vermieden hat, sich überDinge auSzulaffcn, die wirklich bestehen. In der Regel hält manBemerkungen über die Thatsachen des eigene» Landes für unverschämtund ungerecht; der beste Weg also, sich geneigte Leser zu gewinnen,besteht darin, daß man sich so unverhohlen als möglich über einge-bildete Eigenthümlichkeiten ausspricht."
Miß Brackett wußte auf diese Bemerkung nichts zn antworten,denn das Wochenblatt hatte cs neben seiner sonstigen Gründlichkeitnie für paffend gehalten, einen derartigen Gegenstand zu berühren;sie fuhr jedoch fort, die „Briefe," von denen sie nicht eine» gelesenhatte oder überhaupt lesen wollte, zu Preisen — denn es war derjungen Dame gelungen, sich in ihrer eigenen Coterie dadurch einenhohen Ruf des Geschmacks und der Belesenheit zu verschaffen, daßsie die kritischen Bemerkungen derjenigen flüchtig durchging, welchedie Werke, die sie zu zergliedern Vorgaben, gewöhnlich nur flüchtigüberblickt hatte».
Eva hatte sich nie zuvor in so inniger Berührung mit so vielflunkernder Unwissenheit gesehen und konnte sich nicht genug wundern,daß man ihren Vetter einem Menschen wie Mr. iöodge gegenüber,übersehen mochte; aber John Esfingham kümmerte sich nicht darum,sondern zog sich ein wenig aus dem Gedränge zurück, um sich mitdem jungen Baronet in einem kurzen Gespräche zu ergehen.
„Ich möchte wohl Eure wahre Ansicht über dieses Treibenhören," sagte er. „Ihr braucht übrigens nicht zu fürchten, daßich mich der kindischen Empfindlichkeit schuldig mache, mit der manso gewöhnlich ln allen Provinzial-Zirkeln das Urlheil der Fremdenaufnimmt, da ich Euch im Gegcnthcil in Bildung eines richtigenNrthcilS über den wahren Zustand des Landes Beistand leisten möchte."
„Ich kenne die Beziehung zwischen Euch und unserer Wirthin,wcßhalb ich kein Bedenken trage, mich unverhohlen auszusprechen.Die Frauen erscheinen mir ungemein zart und hübsch — auch gut