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den Abend^ bezeichnen hörte — Einige ganz einfach, die Andernfür Concerte, für die Oper oder sogar für den Hof herausgeputzt;manche kommen eben vom Diner her und wieder Andere sind aufeinen Abenoball vorbereitet. Diese natürliche Abwechslung erhöhtdas Liebliche und Gemächliche des Zusammentreffens, und wennman mit feiner Sitte einige Kenntniß der Vvrfallenheiten des Ta-ges, eine gute Ausdrucksweise und eine richtige Sprache verbindet,so finden Frauenzimmer gewöhnlich die Mittel, sich angenehm zumachen. Allerdings sind ihre Reden bisweilen ein wenig heroisch;aber man muß dies um so mehr übersehen, da cS in demselben Grabeaußer Brauch kömmt, in welchem sich bessere Lektüre Bahn bricht."
„Und du ziehst diese Herzlosigkeit der Natur Deiner Heimathvor, Eva?"
„Ich wüßte nicht, daß ruhige Retenue und guter Ton auchnur um ein Haar herzloser wären, als kindisches, kicherndes Koket-tiren. Allerdings mag in dem letzteren mehr Natur liegen, ob-gleich es kaum mehr angenehm erscheinen kann, nachdem man ein-mal die Kinderschuhe vertreten hat."
Grace machte eine ärgerliche Miene, liebte aber doch ihr Väs-chen zu aufrichtig, um ihr zu zürnen, um so weniger, da die ge-heime Ahnung in ihr aufstieg, Eva könnte doch am Ende Rechthaben. Ihr kleiner Fuß scharrte hin und her, und es gelang ihr,ihre gute Laune zu behaupten — eine Aufgabe, die denen nichtimmer leicht wird, welche glauben, daß ihre eigene Superlativekaum die Positive anderer Leute erreichen. In diesem kritischenAugenblicke, als die harmonischen Gefühle der beiden jungen Da-men durch einen so schrillen Mißlaut bedroht waren, öffnete sich dieThüre des BibliolhekzimmerS, und Pierre, Mr. EffinghamS Dienermeldete —
„Monsieur Bragg!"
„Welcher Monsieur?" fragte Eva überrascht.