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„Hast du mich aber auch verstanden/ Mand? Dn wirst dicherinnern/ daß jene Dose das große Geheimnis; meines Lebensenthielt!"
„Ich weiß es wohl — ja, die Dose enthält das große Ge-heimniß deines Lebens."
„Aber — du scheinst mich doch nicht verstanden zu haben, Mand
— sonst würdest dn mich nicht so unbefangen — so offen ansehen
— ich wurde nicht verstanden/ und bin jetzt ganz unglücklich!"
„Nein/ nein, nein," fiel Mand hastig ein, „ich verstehe Alles,
was dn mir sagen wolltest, und dn hast keine Ursache, dich —"Maud konnte nicht weiter sprechen, denn sie erinnerte sich desharten Schlages, den sie noch für ihn im Rückhalt hatte.
„Das Alles ist so auffallend, so ganz gegen deine gewöhnlicheWeise, Mand, daß nothwendig irgend ein Mißverständnis' obwaltenmuß. Die Dose enthielt nichts als dein eigenes Haar, Thenerste!"
„Ja; nichts Anderes. Es war mein Haar, ich erkannte esauf den ersten Blick."
„Und hat es dir nicht ein Geheimnis; enträthselt? Warum warBenlahs Haar nicht auch dabei? Warum liebte ich dein Haar,Maud, und deines allein? Du hast mich doch nicht verstanden!"
„Doch, doch, lieber, thenrer Bob! Du liebst mich; dn wolltestmir sagen, das; wir in Wahrheit nicht Bruder und Schwestersind; das; wir eine Neigung für einander fühlen, welche weitstärker ist — eine Neigung, welche uns für's ganze Leben ver-knüpfen wird. Sieh' mich nicht so unglücklich an, Bob; ich ver-stehe Alles, was dn sagen wolltest."
„Das ist so außerordentlich! — so ganz dir unähnlich, Mand,daß ich nicht weiß, was ich daraus machen soll! Ich schickte dirjene Dose, Geliebte, um dir zu sagen, das; dn mein ganzes Herzbesitzest; daß ich Tag und Nacht nur an dich denke; das; dn dasgroße Ziel meines Daseins bist; daß ohne dich nur Elend, mit diraber eben so gewiß die größte Glückseligkeit mein Loos sein wird